Viel Wandel im stationären Handel

Das Handel Wandel bedeutet, sieht man bei einem Blick in die heutigen Innenstädte besser bestätigt denn je.

Weitestgehend wird das Bild durch Neu- und Umbauten dominiert. Der Onlinehandel macht mit 63,9 Mrd. Euro mittlerweile 13,3 Prozent des Gesamtumsatzes aus, den größten Anteil daran haben Bekleidungs- und Elektronikartikel. Doch gerade die Belegung von Top-Lagen stört das überhaupt nicht.

Den Zustand der baden-württembergischen Innenstädte versuchen sowohl die Zahlen von BNP Paribas Real Estate als auch Colliers zu diagnostizieren. Es wird vor allem ein starker Wettbewerb um die Bestlagen konstatiert. Deutsche Filialisten verhalten sich deutlich zurückhaltender als die internationalen Einzelhandelsketten. Überraschend ist, dass sogar Online-Händler in die 1a-Lagen drängen. Generell lässt sich ein Trend hin zu kleineren Flächen und kürzeren Laufzeiten der Mietverträge feststellen.

In Stuttgart ist die einen Kilometer lange Königsstraße die Haupteinkaufsmeile, deren Höchstmieten stabil bei 275 Euro pro Quadratmeter liegen. In Heidelberg ist das Bild der Haupteinkaufsstraße Hauptstraße vor allem durch Tourismus, Textil und Gastronomie geprägt, bei ebenfalls stabilen Mieten von 120 bis 155 Euro pro Quadratmeter. Die Mannheimer Hauptadresse Planken bleibt ebenfalls stabil bei 160 bis 170 Euro pro Quadratmeter für die idealtypischen 100 Quadratmeter-Standardflächen. Ein weiterer Faktor für das drängen in die Toplagen ist das hochdiskutierte Thema des Vormarsches von Gastronomie-Konzepten, die wohl in den kommenden Jahren in Innenstadt-Lagen weiter expandieren werden.