Umsetzung personeller Veränderungen bei Lidl auf Spitzenposten

3. Dezember 2021 - Mit dem Wechsel von Gerd Chrzanowski in seine neue Position als Komplementär der Schwarz-Gruppe und dem Antritt des Chrzanowski-Nachfolgers, dem Iren Kenneth McGrath, in seiner Funktion als Lidl-Vorstandschef, zieht sich Dieter Schwarz (82) wieder in seine Rolle als Gesellschafter zurück. Bisher verläuft alles wie geplant. Dennoch kann es turbulent werden. Das gilt vor allem für etwaige Personalentscheidungen, die anstehen könnten.

Quelle: K. Mitch Hodge/unsplash.com

Bei Kaufland ist es im Zuge der beiden Wechsel noch zu keinen nennenswerten personellen Veränderungen gekommen. Ganz anders sieht es da bei der Discount-Schwester aus. McGrath und Chrzanowski machten bereits vor ihren jeweiligen Amtsanritten deutlich, dass sie nicht zurückschrecken würden, selbst wenn es um die Besetzungen von wichtigen Posten geht. Beispielsweise wurde Christian Härtnagel zum Chef von Lidl Deutschland berufen und der bisherige Amtsinhaber Matthias Oppitz auf eine weniger entscheidende Rolle in der Länderbetreuung im Vorstand versetzt.

Wie die künftige Ausrichtung in Deutschland aussehen wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Wachstumsraten haben zuletzt zumindest im Vergleich zum unmittelbaren Konkurrenten Aldi gelitten, Penny und Netto legen sogar insgesamt höhere Werte vor. Solche Entwicklungen geben Anlass für Kritik. In Europa ist die Expansion mittlerweile weit vorangeschritten. Entsprechend ist damit zu rechnen, dass die nächsten großen Sprünge jenseits des eigenen Kontinents stattfinden werden. Man könnte in diesem Zusammenhang über eine verstärkte Expansion auf dem US-Markt spekulieren.