Trinkgut expandiert nach Südbayern

29. Juli 2022 – Die Edeka-Region Südbayern möchte das Fachmarkt-Konzept Trinkgut der Edeka-Region Rhein-Ruhr umsetzen. Bei der Umsetzung soll es schnell gehen. Gleichzeitig werden sowohl Standorte als auch die Logistik aufgebaut.

Quelle: Trinkgut Getränkeeinzelhandel GmbH/Wikimedia Commons

Die Edeka-Region Südbayern wird als dritte Region nach Edeka Südwest und Edeka Rhein-Ruhr das Trinkgut-Konzept ausrollen. Bereits für September ist die Eröffnung eines ersten Standorts in Ingolstadt geplant. Das Trinkgut-Logo kann auch bereits in Landsberg am Lech begutachtet werden, wo ein neues Logistikzentrum gerade entsteht. Zum Ausbau der Logistik investiert die von Claus Hollinger geführte Region insgesamt 140 Mio. Euro. Ohne die zusätzlichen Bestrebungen beim Ausbau der Logistik wäre der Trinkgut-Rollout in Südbayern mittelfristig nicht zu stemmen.

Das entstehende Lager soll für die Belieferung von insgesamt 50 Trinkgut-Standorten sorgen. Diese Anzahl an Standorten werden von Hollinger mittelfristig angepeilt. Es handelt sich um eine Investition in eine hochmoderne Erweiterung der logistischen Kapazitäten mit einem hohen Grad an Automatisierung. Ehemalige Edeka-Standorte, die für das Vollsortiment zu klein geworden sind und in die unmittelbare Nachbarschaft verlagert werden, sollen neuen Trinkgut-Standorten zugutekommen.

Hollinger erklärt seine Entscheidung für die verstärkte Umsetzung des neuen Formats: „Viele Einzelhändler haben Interesse an einem Getränkemarkt“. Bereits für dieses Jahr ist die Eröffnung der ersten beiden Standorte in Ingolstadt und Krumbach geplant, diese jedoch in eigener Regie. Ab nächstem Jahr, so der Plan, sollen dann vorrangig selbstständige Kaufleute zum Zuge kommen. In einem ersten Schritt sollen über die nächsten paar Jahre ca. 10 Standorte hochgefahren werden. Sobald die neue Logistik vollständig einsatzbereit ist, was ungefähr 2025 der Fall sein sollte, kann das Tempo bei der Expansion gesteigert werden.

Im Regelfall hat ein Trinkgut-Markt ungefähr 800 m² Verkaufsfläche. Der typische Edeka-Getränkemarkt, der bisher nur in Kombination mit einem Supermarkt umgesetzt wurde, musste mit um die 400 m² zurechtkommen. Das Trinkgut-Format fällt damit durchschnittlich etwa doppelt so üppig aus.