Ähnlich wie die Konzepte von Amazon, die bereits sechs kassenlose Standorte in London betreiben, kommt bei Tesco eine Mischung aus Kamera, Gewichtssensoren und spezieller Software zum Einsatz, so dass von Kunden aus den Regalen herausgegriffene Artikel automatisch erkannt und in einen virtuellen Einkaufskorb gelegt werden. Beim Verlassen des Ladens wird der Einkauf automatisch vom Konto des Kunden abgebucht. Tesco erklärt, dass bei den Kameras keine Gesichtserkennungssoftware zum Einsatz kommt, lediglich die Bewegungen des Kunden werden analysiert und ausgewertet.
Per Tesco-App kann die Schranke am Eingang des Marktes geöffnet werden. Waren, die ein Mindestalter erfordern, wie zum Beispiel Alkohol oder Zigaretten, werden in einem gesonderten Bereich ausgestellt. Beim Kauf wird eine Altersverifikation durch Mitarbeiter sichergestellt. Die kassenlosen Märkte sind vor allem für Kunden interessant, die wenig Zeit für den Einkauf mitbringen. Mit dem Roll-out hat sich Tesco einiges an Zeit gelassen. Bereits seit 2019 testet der Händler sein Konzept in einem Markt am Unternehmenssitz Welwyn Garden in der Nähe von London, der jedoch nur für Mitarbeiter zugänglich ist.
Die Technologie, die zum Einsatz kommt, wird von dem israelischen Startup Trigo bereitgestellt. Auch in Deutschland kommt diese Lösung bereits zum Einsatz. Rewe sowie Aldi Nord verfügen über erste Test-Stores, in denen Waren für die Bezahlung nicht mehr eingescannt werden müssen. Rewe testet seine Lösung bereits mit eigenen Mitarbeitern an einem Kölner Standort, während Aldi Nord seinen Laden 2022 im niederländischen Utrecht öffnen wird. Ebenfalls in einer exklusiven Testphase befindet sich ein Konzept der Schwarz-Gruppe in Heilbronn, die auf Technologien von UST und Cloudpick setzen. Zuletzt ist auch Aldi Süd bereits mit einem kassenlosen Store an den Markt gegangen. Dieser befindet sich ebenfalls in London und wird durch das Startups AiFi ausgestattet.
