Insbesondere Kik setzte seine Expansion in Europa fort und erschloss sogar zwei neue Märkte in Portugal und Spanien. Der Umsatz von Kik stieg um 23,2 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro, wobei bereinigt um Flächenwachstum ein Zuwachs von 22,9 Prozent verzeichnet wurde. Dieser signifikante Anstieg ist teilweise auf einen Sondereffekt zurückzuführen, da das Geschäft im Vorjahr durch Corona-Restriktionen stark beeinträchtigt wurde. Kik eröffnete 83 zusätzliche Filialen und betreibt nun insgesamt 4130 Standorte. Für das laufende Geschäftsjahr 2023 prognostiziert Kik einen Jahresumsatz von 2,5 Mrd. Euro, was einem Plus von etwa 14 Prozent entspricht. Der Textildiscounter sieht die Chance, trotz hoher Inflation mehr Kunden zu erreichen und höhere Umsätze zu erzielen.
Die Hauptbeteiligung Obi verzeichnete hingegen einen Umsatzrückgang um 1,4 Prozent auf 6,1 Mrd. Euro. Der Rückzug aus Russland belastete das Ergebnis zusätzlich mit 148 Mio. Euro.
Eine weitere wichtige Säule des Tengelmann-Geschäfts ist die Immobiliensparte Trei, die 353 Objekte in Deutschland, Polen und den USA umfasst. Das Unternehmen hat sich aus den Märkten Tschechien, Slowakei und Portugal zurückgezogen. Die Sparte erzielte Mieteinnahmen in Höhe von 88 Mio. Euro pro Jahr und erwirtschaftete zusätzlich Einnahmen in Höhe von 41 Mio. Euro durch Immobilienverkäufe.
