Das geht auch tatsächlich gut zusammen, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen erst im vergangenen Frühjahr Opfer eines elaborierten Cyber-Angriffs war. Generell hat der Angriff für viel Chaos gestiftet. In den Märkten hat er dazu geführt, dass wochenlang teilweise klaffende Lücken in den Regalen zu sehen waren. In Anbetracht der Schwere des Angriffs konnte sich das Unternehmen schnell wieder stabilisieren.
Die Handelsgruppe aus Hessen kann bei Kunden vor allem durch ein ausgedehntes Bio-Sortiment punkten. Der Bio-Anteil am Umsatz konnte auch noch einmal ausgebaut werden. Er wurde von 30,1 Prozent im Vorjahr auf 30,5 Prozent erhöht. Tegut hält damit den höchsten Bio-Anteil am Umsatz im gesamten deutschen Lebensmitteleinzelhandel.
Die Wende zurück auf die Überholspur soll vor allem durch zahlreiche Aktionen gelingen. Das bietet sich dieses Jahr auch an, schließlich feiert Tegut sein 75-jähriges Bestehen. Auch bei der Expansion soll es voran gehen. Nicht nur weitere Vollsortimenter, sondern vor allem die kleinen Formate in Form des Automaten Teo und dem Convenience-Konzept Quartier sollen ausgeweitet werden. Für das laufende Jahr sind beispielsweise 20 neue Teos geplant. Quartier soll um zwei neue Flächen zulegen. Auch Online treibt Tegut weiterhin seine Expansion voran. Dies geschieht vor allem auf Basis einer Kooperation mit dem Lebensmittellieferdienst Amazon Prime Now, bisher vor allem in Hessen und mit geplanter baldiger Ausdehnung auf weitere Städte.
