Bereits Ende 2020 testete die Handelsgruppe einen ersten rund um die Uhr geöffneten automatischen Laden. Das Teo-Format soll nun im kommenden Jahr auf insgesamt 20 Standorte erweitert werden. Die Läden sind auf 50 m² ausgelegt und sollen vor allem Nischen in der Stadt und die Rolle des Dorfladens besetzen.
Kunden können sich mit ihrer Giro- bzw. Kreditkarte registrieren, um anschließend ihren Einkauf über die Tegut-App zu bezahlen. Im Raum Fulda sind mittlerweile zehn Standorte erschlossen, die sich über einzelne Stadtteile und umliegende Dörfer verteilen. Auch vor der Tegut-Zentrale befindet sich einer der Mini-Märkte. Thomas Stäb, Leiter Vertrieb Convenience-Märkte bei Tegut, äußert sich gegenüber der Lebensmittelzeitung: „Wir sind nicht nur für ein Jahr Vorreiter, sondern entwickeln Teo konzeptionell weiter und gehen 2022 in die Multiplikation“.
Bei der Gestaltung der Märkte kommen vor allem warme Holztöne und runde Formen zum Einsatz. Das Ziel ist eine möglichst gemischte und umfassende Kundengruppe anzusprechen. Von der automatisieren Technologie verspricht man sich bei Tegut höhere Umsätze und Kostenvorteile. Die Profitabilität soll über die Skalierung sichergestellt werden. In Stadtlagen ist die Frequenz ausschlaggebend. Auf dem Land kommen weniger Kunden, die dafür in der Regel größere Bons generieren.
Das Sortiment umfasst ca. 950 Artikel. Stäb erklärt, dass die bisher stärksten Warengruppen vor allem Getränke, Molkereiprodukte, Obst und Gemüse, Frühstücksartikel sowie Brot und Backwaren umfassen. Dem Rhein-Main-Gebiet wird für die Expansion des Teo-Formats eine zentrale Rolle zukommen. Darüber hinaus wird wohl auch Bayern bald folgen. Langfristig stellt man sich bei Tegut eine Expansion auf über 300 Standorte vor. Außerdem wird weiter in die Technik investiert. Zwar halte sich die Anzahl an Diebstählen in Grenzen, doch plant das Unternehmen die Technologie weiter aufzurüsten, um Diebstähle in Echtzeit erfassen zu können.
