Tegut beschleunigt Expansionskurs

02. Februar 2024 - Der Vollsortimenter Tegut setzt auf beschleunigtes Wachstum und plant für das laufende Jahr die Eröffnung von 29 Supermärkten. Dabei erfolgt die Umflaggung der ersten Basic-Flächen.

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Tegut erwartet einen deutlichen Wachstumsschub für das laufende Jahr. Nach einem moderaten Umsatzplus im Vorjahr strebt Geschäftsführer Thomas Gutberlet für 2024 einen signifikanten Anstieg im ein- bis zweistelligen Bereich an. Dies soll durch eine verstärkte Expansion sowie den Ausbau des Biogeschäfts erreicht werden. Im Jahr 2023 verzeichnete das Unternehmen einen Gesamtumsatz (netto) von 1,3 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 2,4 Prozent entspricht.

Die Migros Zürich-Tochter Tegut setzt auf schnelles Wachstum und plant die Eröffnung von fünfmal mehr Märkten als üblich im Supermarktgeschäft. Insgesamt sind 29 Neueröffnungen geplant, wobei mehr als die Hälfte auf den strategischen Zukauf von Basic-Märkten entfällt, darunter auch Toplagen. Zusätzlich werden fünf Supermärkte und drei Nahversorger umgebaut sowie zehn Teo-Automaten eröffnet. München wird dabei zum Expansionsschwerpunkt, wobei Tegut dort zwölf Basic-Märkte hinzugewinnt und im März eine weitere Fläche eröffnet. Mit insgesamt 15 Märkten wird München nach Frankfurt (18) der zweitstärkste Standort sein. Die umgestalteten Basic-Märkte werden zu City-Supermärkten mit einem Schwerpunkt auf Bio-Produkten und führen auch konventionelle Topmarken. Insbesondere das Naturkosmetik- und Weinangebot von Basic wird gestrafft, wobei die Frische betont wird. Eine neue Initiative ist die Einführung eines eigenen Vorkassenbäckers unter der Marke Herzberger in den umgestalteten Märkten. Die Bedientheken und die gekühlten Obst- und Gemüseabteilungen bleiben das Herzstück und führen ausschließlich Bio-Produkte. Zudem ziehen weitere Fachhandelsmarken wie Sonnentor, Arche und Hermannsdorfer Landwerkstätten bei Tegut ein. Die Eigenmarke Basic wird vorerst nicht weitergeführt.

Mit dem Zukauf von Basic investiert Tegut in den Ausbau des Biogeschäfts. Obwohl sich ein eigenes Bioformat für das Unternehmen nicht rentiert hätte, erwartet Gutberlet durch den Umbau der Basic-Märkte sowohl den Verlust als auch den Gewinn von Kunden. Dennoch liegt der Fokus nach wie vor auf konventionellen Produkten, da der Großteil der Kunden diese bevorzugt.