Marktforschungsdaten deuten darauf hin, dass Müller im vergangenen Jahr in der Drogerie inklusive Lebensmitteln Umsatzverluste verzeichnete, während die Wettbewerber dm und Rossmann ihre Marktanteile ausbauten. Trotzdem bestreitet Müller diese Zahlen und betont ein positives Wachstum im FMCG-Bereich Deutschlands für das Jahr 2022.
Während der Gesamtumsatz im vergangenen Jahr Insidern zufolge nur unterhalb des Inflationsniveaus gestiegen sein soll, erzielte Müller dennoch Rekordzahlen beim Ergebnis im Geschäftsjahr 2021/22. Dies war unter anderem auf staatliche Corona-Hilfen zurückzuführen.
Im Juli 2022 änderte Unternehmer Erwin Müller die Werbestrategie und führte Dauerpreise in der Drogerie ein. Trotzdem setzte Müller wieder verstärkt auf Werbeaktionen und den Drogerieprospekt, der während des Weihnachtsgeschäfts regelmäßig erschien.
Lieferanten bemängeln jedoch eine fehlende klare Werbestrategie bei Müller und fordern teilweise Gegenleistungen oder weigern sich, Werbekostenzuschüsse zu zahlen. Dies könnte für Müller teuer werden, da das Unternehmen in der Regel beträchtliche Werbekostenzuschüsse erhält.
Im Vertriebsbereich gibt es ebenfalls Unruhe, mit mehreren Abgängen auf verschiedenen Führungsebenen. Der neue Vertriebschef, Adriano Iemma, soll dennoch die Erlöse vorantreiben, während das Unternehmen intern eine Reihe von Veränderungen und Personalwechseln erlebt hat, einschließlich der Trennung vom CEO Günther Helm.
Müller bleibt trotz dieser Herausforderungen entschlossen, seine Position im Markt zu festigen und durch eine klare Strategie sowie gezielte Maßnahmen weiterhin erfolgreich zu sein.
