Spiele Max betreibt ergänzend zum hauptsächlichen Onlinegeschäft auch stationäre Läden. Dass es sich dabei um ein Nebengeschäft handelt, wird sofort klar, wenn man auf den Schriftzug schaut, der beispielsweise über der am 8. August eröffneten Filiale in Leipzig hängt: spielemax.de. Damit ist klar, dass der Händler hauptsächlich im Internet und nicht im klassischen Ladengeschäft die Erfüllung seiner Identität sieht.
Der zuletzt neu eröffnete Laden umfasst rund 1.200 m² Verkaufsfläche und nistet sich auf der vorherigen Adler-Fläche im Allee-Center ein. In Leipzig betreibt Spiele Max damit erneut zwei Filialen. Ebenfalls mit zwei Standorten wird der Spielzeughändler auch in der ostdeutschen Stadt Halle langfristig vertreten sein. Nach einem Testlauf im Halleschen Einkaufspark wurde nun ein langfristiger Mietvertrag unterschrieben. Zusätzlich wird ein Standort im Saale-Center betrieben, der bereits seit 1994 besteht. Das Sortiment umfasst Spielzeug, Babyausstattung, Kinderbekleidung, Bücher und Produkte für Outdoor-Fans.
Bis zur finalen Unterschrift des langfristigen Mietvertrags musste der Betreiber vor Ort im Halleschen Einkaufspark mehrmals umziehen. Zunächst wurde im Erdgeschoss eine 1.300 m² umfassende Fläche bespielt, bevor es im Februar 2022 dann auf eine Interimsfläche im ersten Obergeschoss ging. Die Unterzeichnung des Mietvertrags erfolgte dann im Juli. Ein weiterer und hoffentlich vorerst letzter Umzug wird in den nächsten Monaten noch einmal notwendig, bis in der final vorgesehen Fläche Einzug gehalten wird. Mit 680 m² fällt diese etwa halb so üppig aus, wie die vorherigen Zwischenflächen.
Weitere Neueröffnungen fanden unter anderem Ende Juni in Berlin und Rostock statt. In Berlin handelt es sich um einen Standort im Forum Köpenick, in Rostock findet Spiele Max einen Platz im Citti Park. Beim Standort in Rostock handelt es sich mit einer Verkaufsfläche von 549 m² um eine komplett neue Filiale, in Köpenick fand hingegen eine Eröffnung auf neuer Fläche statt, die 1.251 m² Verkaufsfläche bereitstellt.
Bei Spiele Max selbst ist man von den Vorteilen der verschiedenen Vertriebsmethoden überzeugt. Der Geschäftsführer und Expansionsverantwortliche, Thomas Schulze, meint dazu: „Wir sind überzeugt, dass wir Spiele Max in einer Kombination aus Online- und Filialgeschäft erfolgreich am Markt entwickeln werden. Weitere Investitionen noch in diesem Jahr werden folgen.“ Schulze leitet Firma gemeinsam mit dem alten und neuen Gesellschafter Falk Siegmundt.
Das Filialnetz von Spiele Max ist heterogen. Die Verkaufsflächen reichen von recht kleinen Flächen wie den 300 m² im Berliner Einkaufszentrum Alexa am Alexanderplatz, hin zu 3.000 m² umfassenden Superstores. Eine Durchschnittsgröße lässt sich wohl zwischen 800 m² und 1.000 m² vermuten. Momentan testet das Unternehmen mit dem Versand aus den stationären Filialen. Das fand zuletzt an fünf Standorten statt und soll sowohl das Online- als auch Offline-Geschäft stärker miteinander verzahnen und jeweils stärken. Das Unternehmen scheint mit den bisherigen Ergebnissen dieses Testlaufs zufrieden und somit gilt eine Ausweitung als wahrscheinlich.
Im Zuge der politischen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sah sich Spiele Max Ende 2020 gezwungen, wegen gesetzlich vorgeschriebener Ladenschließungen ein Schutzschirmverfahren zu beantragen. Während dieser Zeit wurde das Vertriebsnetz von 70 auf 45 Standorte verkleinert. Insbesondere in den westlichen Bundesländern wurden viele Standorte abgebaut wie in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Das aus Berlin stammende Unternehmen hat generell bisher in Ostdeutschland eine bessere Etablierung der eigenen Marke erreichen können.
Das Geschäft ging am 19. November 2021 an die SPM Filialbetriebs GmbH aus Stahnsdorf. Zur neuen Firmierung wurde auch die optische Darbietung überarbeitet. Außerdem kümmert sich Spiele Max von diesem Moment an selbst um das Versandgeschäft. Dazu wurde Anfang Mai ein erstes eigenes Logistikzentrum bei Leipzig in Betrieb genommen. Insgesamt handelt es sich um 10.000 m² Fläche, die sich über mehrere Hallen verteilt. Es fungiert gleichermaßen als Zentrallager für die stationären Filialen als auch für den Onlineshop. Gestützt durch die erweiterten logistischen Kapazitäten baut Spiele Max das eigene Sortiment auf rund 40.000 Artikel aus.
