Dafür verantwortlich zeichnet sich die PreZero AG, die die Namensrechte an dem Stadion des Bundesligisten 1899 Hoffenheim hält. In Zukunft wird zum Beispiel der Rasenschnitt, immerhin zwei Tonnen pro Monat, zu Papier weiterverarbeitet werden, außerdem werden die gewohnten Styroporbecher für den Kaffee durch einen leichter recyclebaren Kunststoff ersetzt. In dem Stadion wird eine neue Kultur der Ressourceneffizienz geschaffen.
Hinter der PreZero AG steht die Schwarz-Gruppe, Deutschlands größtes Handelsunternehmen, zu dem unter anderen auch Lidl und Kaufland zählen. Ende letzten Jahres hat die Gruppe den Entsorger Tönsmeier übernommen und unter neuem Namen mit dem hauseigenen Entsorgungsbetrieb verschmolzen. Damit entstand auf einmal das fünftgrößte Unternehmen in der deutschen Abfallwirtschaft.
Die Ambitionen für die Zukunft sind groß. Über die nächsten fünf Jahre, so der Plan, soll der momentane Umsatz von 500 Mio. Euro um mindestens 50 % auf 750 Mio. Euro gesteigert werden. Vor allem durch die Akquise neuer Großkunden, der Partnerschaft mit Kommunen und der Übernahme weiterer Entsorger kann das gelingen. Die Gerüchteküche brodelt und orakelt, dass die Schwarz-Gruppe mittelfristig eine Lizenz für ein eigenes duales System anstrebt. Dafür ist jedoch eine bundesweite Versorgung, inklusive der Infrastruktur, die dafür benötigt wird, die Voraussetzung. Ein solches Netz könnte jedoch bereits 2021 arbeitsfähig sein. Dafür sind enorme Investitionen notwendig, die einen zahlungswilligen Paten Voraussetzen. Bisher scheint die Schwarz Gruppe jedoch mehr als bereit, den benötigten dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau des Recyclinggeschäfts zu investieren. Sogar zwei neue Sortieranlagen sind bereits in Planung, und das alles bereits im laufenden Jahr. Darüber hinaus wird auch der Etat für Forschung aufgestockt, so dass ressourcenschonendere und umweltveträglichere Verpackungenentwickelt werden können. Mit der Schwarz-Gruppe im Rücken könnte das Abfallgeschäft der PreZero AG ordentlich Tempo aufnehmen.