Der Drogeriekonzern Rossmann bereitet sich auf seinen Markteintritt in der Schweiz vor. Bisher war Rossmann vor allem durch die Marke Isana bei der Migros-Tochter Denner präsent. Jetzt sucht das Unternehmen nach geeigneten Immobilien mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern in zentralen Stadtlagen. Diese Pläne wurden durch Informationen der LZ bestätigt.
„Wir planen derzeit die Eröffnung unserer ersten Filiale in der Zentralschweiz zum Jahreswechsel", sagte Raoul Roßmann, CEO von Rossmann. Damit schafft der Drogeriewarenhändler aus Burgwedel seine neunte Landesgesellschaft. Laut Berichten sucht Rossmann Standorte in der Nähe von Coop, Migros und Aldi. Fabrizio D'Ascenzo übernimmt die Rolle des Geschäftsführers in der Schweiz, was besonders brisant ist, da er bis Ende 2022 die Geschäfte von Müller in der Schweiz leitete, während Rossmann und dm dort seit zwei Jahrzehnten präsent sind.
Dirk Roßmann hatte zunächst seinen Fokus auf Osteuropa gelegt, während seine Söhne Raoul und Daniel den Markteintritt in Dänemark (nur online) und Spanien vorangetrieben haben.
In der Schweiz stehen derzeit verschiedene Fachmarktformate unter großem Druck. Rossmann positioniert sich hingegen als „einzelhandelsstarkes und konjunkturunabhängiges Unternehmen". Auch wichtige Lieferanten wurden bereits gewonnen, darunter und Lidl. Der chinesische Handelskonzern AS Watson, der 40 Prozent der Rossmann-Anteile besitzt, ist bisher nicht in der Schweiz vertreten, während er in den Niederlanden und Belgien mit Kruidvat und in Großbritannien mit Superdrug präsent ist.
Die Tochtergesellschaft, die das Geschäft in der Schweiz führen wird, ist bereits als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Dirk Rossmann GmbH gegründet worden. Dies bedeutet, dass die Expansion von der Zentrale in Burgwedel gesteuert wird und nicht von den Niederlanden, wo die Landesgesellschaften in Polen, Ungarn und Tschechien Teil einer gemeinsamen Holding mit AS Watson sind.
