Rossmann beschleunigt Filialmodernisierung und bestätigt Wachstumskurs

24. April 2026 - Der Drogeriekonzern Rossmann setzt seinen Expansions- und Modernisierungskurs konsequent fort. Neben der weiteren Verdichtung des Filialnetzes rückt insbesondere die qualitative Aufwertung der bestehenden Standorte in den Fokus. So gewinnt die Einführung des neuen Ladenkonzepts im laufenden Jahr deutlich an Dynamik.

Quelle: Dirk Rossmann GmbH/rossmann.de

Bis zum Jahresende plant das Unternehmen, rund 300 Filialen auf die neue Generation umzustellen. Das Konzept, das vor etwa einem Jahr erstmals präsentiert wurde, zeichnet sich durch ein moderneres Erscheinungsbild mit warmen Farbtönen und weicheren, abgerundeten Formen aus, die das Einkaufserlebnis angenehmer gestalten sollen. Im vergangenen Jahr wurde das Design bereits in rund 80 Märkten im Zuge von Neueröffnungen und Umbauten implementiert. Sollte Rossmann das geplante Tempo beibehalten, dürfte bis Ende 2026 etwa jede achte Filiale in Deutschland im neuen Erscheinungsbild auftreten. Aktuell betreibt der Händler bundesweit 2.343 Standorte.

Parallel dazu treibt Rossmann die Verzahnung von stationärem Geschäft und Onlinehandel voran. In immer mehr Filialen werden Abholstationen für online bestellte Waren integriert. Während Ende 2025 rund 280 Märkte diesen Service boten, soll die Zahl bis Ende 2026 auf 730 steigen. Damit reagiert das Unternehmen auf ein weiterhin wachsendes E-Commerce-Geschäft, das zwar noch einen vergleichsweise kleinen Anteil ausmacht, jedoch zweistellige Zuwachsraten verzeichnet. Eine zentrale Rolle spielt hierbei die Rossmann-App, über die inzwischen etwa jede zweite Onlinebestellung abgewickelt wird. Mit knapp 12 Millionen monatlich aktiven Nutzern (Stand März) bildet sie zudem die Basis für zukünftige digitale Angebote, darunter auch eine geplante Online-Apotheke.

Auch auf der wirtschaftlichen Seite bestätigt Rossmann seine positive Entwicklung. Die bereits vorläufig kommunizierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 wurden nun bestätigt: Mit einem Bruttoumsatz von 16,6 Milliarden Euro erreichte das Unternehmen einen neuen Höchstwert, was einem Anstieg von 8,5 Prozent entspricht. Besonders dynamisch entwickelte sich das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 13 Prozent, während in Deutschland ein Umsatzwachstum von 6,1 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro erzielt wurde.

Konkrete Ergebniszahlen für 2025 wurden nicht veröffentlicht, jedoch verweist das Unternehmen auf eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung. Im Vorjahr hatte der Jahresüberschuss bei rund 540 Millionen Euro gelegen, nach etwa 515 Millionen Euro im Jahr 2023. Die Eigentümerstruktur bleibt unverändert: 60 Prozent der Anteile hält die Rossmann Beteiligungs GmbH, die restlichen 40 Prozent liegen bei der AS Watson Group mit Sitz in Hongkong.

Auch die Finanzlage entwickelte sich im vergangenen Jahr solide. Das Eigenkapital stieg von 2,3 Milliarden auf 2,5 Milliarden Euro. Sämtliche Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert. Für das aktuelle Geschäftsjahr plant Rossmann ein Investitionsvolumen von 613 Millionen Euro, was einer Steigerung um 73 Millionen Euro entspricht. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Expansion: Insgesamt sind 342 neue Filialen im In- und Ausland vorgesehen, davon 63 in Deutschland.