Rewe Group setzt auf weiteres Wachstum

11. April 2025 - Die Rewe Group bereitet sich weiterhin auf weiteres Wachstum vor. Nachdem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 ein starkes Ergebnis erzielt hat, blickt der Handels- und Touristikkonzern auch im Jahr 2025 optimistisch in die Zukunft. Um diese positive Entwicklung weiterzuführen, erhöht die Rewe Group ihr Investitionsbudget und plant, in den kommenden Jahren erheblich in das Unternehmen zu investieren.

Quelle: Rewe Group/rewe-group.com

Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group, berichtete von einem erfolgreichen Start ins laufende Geschäftsjahr. Die positiven Ergebnisse aus dem Jahr 2024, in dem die Rewe Group die höchsten Wachstumsraten unter den großen Vollsortimentern in Deutschland verzeichnete, konnten auch in den ersten Monaten des Jahres 2025 fortgesetzt werden. Souque zeigt sich zuversichtlich, dass auch im deutschen Vollsortiment ein stabiler Umsatzwachstum und insgesamt ein positives Ergebnis erzielt werden können.

Vorläufigen Zahlen zufolge erzielte die Rewe Group im Geschäftsjahr 2024 einen Gesamtaußenumsatz von 96,1 Milliarden Euro (netto). Bereinigt um die Wertschöpfung der selbstständigen Kaufleute und At-Equity-Gesellschaften lag der Umsatz bei 87,9 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Bereich des Vollsortiments, also in den Rewe-Märkten in Deutschland, konnte der Umsatz um 3,4 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Das operative Ergebnis auf Ebita-Basis stieg um 8,9 Prozent auf 2 Milliarden Euro, während der Jahresüberschuss sogar um beeindruckende 37,2 Prozent auf 1 Milliarde Euro anstieg, was vor allem einer Steuerrückerstattung zu verdanken ist.

Das Wachstumspotenzial ist damit noch nicht ausgeschöpft. Auch wenn der Vorstand keine konkreten Umsatzziele veröffentlicht, hatte das Unternehmen gegenüber Investoren und Banken bereits angekündigt, dass der Konzernumsatz 2025 um mehr als 4 Prozent auf 91,2 Milliarden Euro steigen soll. Für das Jahr 2026 peilt Rewe einen Umsatz von 95,1 Milliarden Euro an.

Um das Wachstum auch in den kommenden Jahren zu sichern, hat die Rewe Group ihr Investitionsbudget erheblich aufgestockt. Insgesamt sollen bis 2028 16 Milliarden Euro in das Unternehmen investiert werden – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den durchschnittlichen jährlichen Investitionen von unter 3 Milliarden Euro in der Vergangenheit. Die Mittel sollen vor allem für den Ausbau des Immobilienportfolios, die Weiterentwicklung der Logistik- und IT-Infrastruktur sowie für die Modernisierung von Märkten und die Digitalisierung verwendet werden.

Telerik Schischmanow, CFO der Rewe Group, betont, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, um weiteres Wachstum sowohl „organisch als auch anorganisch“ zu erreichen. Die anstehenden Investitionen sollen überwiegend aus dem Cashflow des Unternehmens finanziert werden. Darüber hinaus zeigt sich Schischmanow optimistisch, dass die Rewe Group noch in diesem Jahr auf dem Kapitalmarkt aktiv werden könnte, möglicherweise durch die Emission einer neuen Anleihe. Einzelheiten zur Höhe und dem genauen Zeitpunkt der Emission sind jedoch noch nicht festgelegt. 2023 hatte das Unternehmen bereits erstmals eine Anleihe ausgegeben und dabei 900 Millionen Euro eingesammelt.

Hinsichtlich möglicher Übernahmen hält sich der Vorstand zurück, gibt jedoch an, dass das Unternehmen in der Lage ist, verschiedene Optionen zu prüfen. Während der Schnelllieferdienst Flink nicht auf der Liste der Übernahmeziele steht, zeigt sich Souque offen für Zukäufe im Baumarktsegment. Obwohl der Bereich im Jahr 2024 einen Umsatzrückgang verzeichnete, betont Souque, dass Rewe in der Vergangenheit bereits eine aktive Rolle in der Konsolidierung der Baumarktbranche gespielt hat und diese Strategie auch in Zukunft fortsetzen könnte. Die Rewe Group sei finanziell gut aufgestellt, um alle möglichen Übernahmeoptionen zu evaluieren.

Mit der konsequenten Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie und der verstärkten Investitionstätigkeit bleibt die Rewe Group auf Kurs, ihre Marktstellung weiter zu festigen und ihre Präsenz in Deutschland sowie international auszubauen.