Nach Informationen der LZ hat der Handelskonzern Interesse daran, nicht nur die eigenen Produktionskapazitäten zu erweitern, sondern auch passende Unternehmen zuzukaufen. Dabei steht besonders der Einstieg in die Nudelproduktion im Fokus, aber auch bei Saftherstellern soll Rewe bereits erste Sondierungsgespräche geführt haben. Konkrete Übernahmen sind allerdings bisher noch nicht in Sicht.
Rewe hat auf Anfrage keine Stellungnahme zu diesen Plänen abgegeben. Bisher hatte sich der Konzern aus Köln weitgehend zurückgehalten, wenn es um Engagements entlang der vertikalen Wertschöpfungskette ging. So beteiligte sich Rewe nicht an dem Bieterverfahren um die Erfurter Teigwaren, einem Eigenmarkenproduzenten für Nudeln, das vor fast zwei Jahren von der Schwarz-Gruppe gewonnen wurde und an dem auch Edeka Interesse gezeigt hatte.
Die Bedeutung der Warenversorgung wächst für Rewe jedoch zunehmend. In Industriebereichen wie der Nudel- und Saftproduktion nimmt der Druck zu, und es bieten sich immer mehr Zukaufsoptionen. Dies könnte Rewe die Möglichkeit geben, ihre Wertschöpfungskette zu stärken und unabhängiger von externen Lieferanten zu werden.
Mit diesen Überlegungen zur Vertikalisierung folgt Rewe einem Trend, der in der Handelsbranche immer wichtiger wird, um Lieferketten zu sichern und Margen zu optimieren. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Schritte der Konzern in naher Zukunft unternehmen wird, um seine Produktionskapazitäten und Marktstellung weiter auszubauen.
