Die wachsende Beliebtheit von preisaggressiven Discountern stellt eine Herausforderung für Supermärkte wie Billa und Iki dar. Die Rewe Group reagiert darauf, indem sie das Vollsortiment in der Region finanziell unterstützt und eine Neupositionierung anstrebt. Diese Investitionen sollen in die Überarbeitung des Store Designs, die Expansion, die Erweiterung der Logistikkapazitäten und Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz fließen. Ziel ist es, Billa weg von einem gehobenen Markenimage mit höheren Preisen hin zu einem verbesserten Preis-Leistungs-Verhältnis und einer stärkeren Ausrichtung auf Convenience zu entwickeln.
Um diese Ziele zu erreichen, hat Rewe bereits erste Maßnahmen ergriffen, darunter die Anpassung von Filiallayouts und Sortimenten sowie die Reduzierung von Premiumartikeln. Das neue Konzept orientiert sich am Vorbild von Penny und teilt die Filialen in Themenwelten ein, um den Einkaufsprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen. Diese Anpassungen haben bereits zu einem spürbaren Anstieg der Kundenfrequenz geführt.
Die Auslandsgesellschaften Litauen und Bulgarien haben im vergangenen Jahr Marktanteile gehalten oder ausgebaut und ihr Ergebnis gesteigert. Die Rewe Group strebt zudem an, den Umsatzanteil der Handelsmarken nachhaltig zu steigern, um besser auf das lokale Wettbewerbsumfeld eingehen zu können. Insbesondere in Litauen tritt das Unternehmen auch digital stärker auf, mit autonomen Läden und einem eigenen Lieferservice, der bereits 80 Prozent des Umsatzes über das Kundenbindungsprogramm generiert.
