Reformhaus Genossenschaft plant Flagshipstore

07. Februar 2025 - Die Reformhaus Genossenschaft hat ehrgeizige Pläne, um sich für die Zukunft neu aufzustellen. Im Rahmen dieser Neuausrichtung kündigte Vorstand Carsten Greve an, dass das Unternehmen einen Flagshipstore eröffnen möchte, der als Modellmarkt für neue Formate und innovative Produkte dienen soll.

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Die Eröffnung dieser Pilotfiliale ist für das Jahr 2026 geplant. In diesem Rahmen soll auch ein erweitertes Sortiment an Kosmetik- und Parfümerieartikeln getestet werden. Details zu den weiteren konkreten Plänen und Ausrichtungen will die Genossenschaft auf ihrer Hauptversammlung im Juni vorstellen.

Bereits im vergangenen Jahr wurde die Notwendigkeit einer Neuausrichtung von Vorstandsvorsitzendem Günter Althaus hervorgehoben. Mit einem Nettoumsatz von 736 Millionen Euro im Jahr 2023 konnte die Reformhaus Genossenschaft ein moderates Wachstum von 0,85 Prozent erzielen, nachdem in den Vorjahren ein negativer Trend zu verzeichnen war. Althaus betonte, dass der Wettbewerbsdruck im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) sowie im Drogeriebereich immer stärker werde. Dem müsse man mit einer klaren Positionierung und einer differenzierten Strategie begegnen.

Neben der Sortimentsentwicklung legt der Vorstand auch großen Wert auf eine einheitliche Marken- und Marketingstrategie. Um dieser Forderung gerecht zu werden, soll bereits im März eine umfassende Markenkommunikation gestartet werden, die sowohl Print- und Digitalmedien als auch die Märkte selbst umfasst. Im Hinblick auf die einzelnen Geschäfte plant der Vorstand, den Fokus stärker auf standortgerechte Spezialisierungen zu legen. Die zentralen Produktbereiche bleiben Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittel und Naturkosmetik.

Letzteres wird in Zukunft voraussichtlich eine noch größere Rolle spielen, da das Kosmetiksegment aktuell einen Umsatzanteil von leicht über 20 Prozent ausmacht, der kontinuierlich steigen soll. In diesem Zusammenhang wird auch ein Konzept geprüft, das auf den deutschen Markt übertragen werden könnte: My Drogery von Reformstark Martin. Die Marke, die von dem führenden Reformwarenhändler in Österreich, Alexander Martin, ins Leben gerufen wurde, kombiniert Reformwaren mit klassischen Parfümerie-Artikeln. Martin übernimmt im Rahmen dieses Formats auch die bestehenden Handelsbetriebe der Tachezy Parfumerie & Drogerie, die ursprünglich von Martins Großvater gegründet und zuletzt von seiner Mutter Barbara Sponring geführt wurden.