In Tulsa, Oklahoma, eröffnet der amerikanische Convenience-Filialist QuikTrip einen ersten kassenlosen Markt. An dem Standort kommt dabei die Technologie von Amazon in Form ihrer Just-Walk-Out-Lösung zum Einsatz. Inwiefern weitere solche Läden geöffnet werden, steht noch nicht fest. Das Unternehmen verkündet in einer Mitteilung, dass es sich bei dem Standort erst um den zweiten seiner Art handelt, der ohne eine direkte Verknüpfung zu einer Tankstelle betrieben wird.
QuikTrip ist privat geführt und unterhält über 900 Filialen in 14 Bundesstaaten. Wie bereits angedeutet, handelt es sich dabei primär um Tankstellen-Shops. Nach eigenen Angaben liegt der Umsatz bei mehr als 11 Mrd. US-Dollar. In dem neuen Markt, in dem Computer Vision-Technologie zum Einsatz kommt, wird ein Sortiment aus Snacks und To-Go-Produkten wie Donuts, Wraps und fertige Salate angeboten.
Für Amazon ist die Kooperation mit QuikTrip erst das zweite Mal, dass ein anderer Lebensmittelhändler mit der eigenen Kassenlos-Technologie ausgestattet wird. Bisher war dies nur in einer Zusammenarbeit mit dem britischen Händler Sainsbury's geschehen. Über den Lebensmitteleinzelhandel hinaus beliefert Amazon den amerikanischen Duty-Free-Laden-Betreiber Hudson sowie weitere kleinere Shops mit seiner Just-Walk-Out-Technologie. Zudem wird die Technologie mittlerweile teilweise bei der eigenen Supermarkt-Tochter Whole Foods eingesetzt.
In Großbritannien ist die Expansion mit den eigenen Fresh-Läden laut britischen Medien erst einmal gestoppt. Eine Suche nach neuen Standorten wurde eingestellt. Als Hauptgrund dafür soll die bisher enttäuschende Umsatzentwicklung der bestehenden Fresh-Läden sein.
