Grundsätzlich lässt sich aktuell eine Veränderung beim Einkaufsverhalten der Kunden beobachten. Die Preissteigerung im Zusammenhang mit der Inflation sowie die Verteuerungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg sorgen für eine gestiegene Preissensibilität. Von dieser können insbesondere Discounter profitieren. Der Penny-Chef Stefan Magel warnt jedoch vor zu viel Optimismus: „In so einer Krise gibt es nur Verlierer. Es wird 2022 nicht möglich sein, die Ergebnisse von 2021 oder 2020 zu wiederholen. Bei der Spanne werden wir nachgeben, und das tun wir auch schon. Die Kostensteigerung müssen wir uns mit Kunden und Herstellern teilen.“ Zusätzlich nehmen auch die Kosten für Personal und Energie spürbar zu. Bei Penny wird deswegen konservativ budgetiert und bereits davon ausgegangen, dass sich das Vorzeichen bei der Umsatzentwicklung umkehren könnte.
Derweil wird das aktuelle Markthallen-Konzept weiter ausgerollt: „Die Umsatzentwicklung der umgebauten Märkte ist insgesamt gut, variiert aber stark und liegt zwischen minus 10 und plus 30 Prozent im Vergleich zum alten Konzept. Die absolute Mehrheit der Standorte liegt nach dem Umbau im Plus. Das Konzept stimmt also“, so Magel. Mittlerweile werden 722 Markthallen betrieben. Gerade bei den flächenmäßig kleineren Standorten erweist sich die Umsetzung jedoch als schwierig, da einfach nicht der Platz zur Verfügung steht, um das breite Sortiment abbilden zu können. Magel kommentiert dazu: „Wir sind dabei, ein Konzept zu erarbeiten, mit dem wir standortindividueller die Sortimente zuschneiden können.“ Das Konzept ist vor allem aus ästhetischer Perspektive eine klare Aufwertung und entfaltet so auch eine Werbewirksamkeit, die bereits den ein oder anderen Neukunden an Penny binden konnte.
Im letzten Geschäftsjahr hat sich beim Umsatz mit 8 Mrd. Euro (netto) nichts bewegt. Der Grund dafür sind umfassende Investitionen in die Optimierung des Filialnetzes. Das Netz wurde um 40 Märkte netto bereinigt und um die 400 Filialen wurden umgebaut. In der Regel mussten die Märkte bei anstehenden Umbaumaßnahmen für eine Woche geschlossen werden. Der Umsatz pro Filiale ist jedoch dank dieser Anstrengungen von 3,69 Mio. Euro auf 3,75 Mio. Euro gestiegen.
