Es wird sich zeigen müssen, inwiefern diese Werte verlässlich sind. Teil der momentanen Koalitionsverhandlungen sind zwei Parteien, die SPD und die Grünen, die den gesetzlichen Mindestlohn auf mindestens 12 Euro pro Stunde erhöhen wollen. Erfolgreiche Sondierungen könnten so zu enormen Druck bei vielen Händlern führen. Beispielsweise bezahlt Kaufland momentan mindestens 11 Euro pro Stunde, was aktuell über den gültigen Vorgaben liegt, jedoch unterhalb der Forderungen von SPD und Grünen.
Lidl hingegen gilt als Vorreiter beim Thema Mindestlohn. Der Discounter hatte bereits vor Jahren seinen Mitarbeitern einen Mindestlohn zugesichert, der oberhalb der gesetzlichen Vorlage liegt. Seitdem hat Lidl regelmäßig den Wert erhöht. Momentan liegt er bei 12,50 Euro pro Stunde. Aldi Nord bezahlt seinen Berufsanfängern derzeit mindestens 14,02 Euro pro Stunde, was jedoch dadurch zustande kommt, dass Aldi Nord bei den eigenen Angaben das übertarifliche 13. Monatsgehalt und die sog. Aldi-Zulage in Höhe von 100 Euro pro Monat mit eingerechnet hat. Bei Aldi Süd liegt der firmeneigene Mindestlohn momentan bei 12,50 Euro.
