Norma erhöht Mindestlohn

15. Oktober 2021 - Der Kampf um fähige Mitarbeiter verschärft sich im Discount. Norma kündigt zum 1. Januar 2022 an, dass der firmeneigene Mindestlohn von 12,50 Euro auf 13 Euro pro Stunde angehoben wird. Mit diesem Zug platziert sich der Händler aus Fürth an der Spitze der gesamten Branche. Der Mindestlohn liegt damit deutlich höher, als es vom Gesetzgeber gefordert wird. Der gesetzliche Mindestlohn liegt momentan bei 9,60 Euro pro Stunde und wird zum neuen Jahr zunächst auf 9,82 Euro ansteigen. Zum 1. Juli 2022 wird er erneut auf 10,45 Euro erhöht.

Quelle: FIM Unternehmensgruppe

Es wird sich zeigen müssen, inwiefern diese Werte verlässlich sind. Teil der momentanen Koalitionsverhandlungen sind zwei Parteien, die SPD und die Grünen, die den gesetzlichen Mindestlohn auf mindestens 12 Euro pro Stunde erhöhen wollen. Erfolgreiche Sondierungen könnten so zu enormen Druck bei vielen Händlern führen. Beispielsweise bezahlt Kaufland momentan mindestens 11 Euro pro Stunde, was aktuell über den gültigen Vorgaben liegt, jedoch unterhalb der Forderungen von SPD und Grünen.

Lidl hingegen gilt als Vorreiter beim Thema Mindestlohn. Der Discounter hatte bereits vor Jahren seinen Mitarbeitern einen Mindestlohn zugesichert, der oberhalb der gesetzlichen Vorlage liegt. Seitdem hat Lidl regelmäßig den Wert erhöht. Momentan liegt er bei 12,50 Euro pro Stunde. Aldi Nord bezahlt seinen Berufsanfängern derzeit mindestens 14,02 Euro pro Stunde, was jedoch dadurch zustande kommt, dass Aldi Nord bei den eigenen Angaben das übertarifliche 13. Monatsgehalt und die sog. Aldi-Zulage in Höhe von 100 Euro pro Monat mit eingerechnet hat. Bei Aldi Süd liegt der firmeneigene Mindestlohn momentan bei 12,50 Euro.