NKD mietet auch größere Flächen

7. Oktober 2021 - Der Textildiscounter NKD plant für das laufende Jahr insgesamt um 104 Standorte zu wachsen. Momentan befindet sich NKD im Eigentum eines Fonds des Londoner Private-Equity-Investors TDR Capital. Insgesamt wird im Zuge dieser Pläne die Hürde von 2.000 Filialen übertroffen. NKD ist über Deutschland hinaus gut vertreten. In Österreich schafft es der Textildiscounter auf rund 300, in Italien rund 200 Filialen. Darüber hinaus gibt es Standorte für günstige Mode und Dekorationsartikeln in Slowenien, Tschechien und Kroatien.

Quelle: NKD Group GmbH

Das bereits bestehende Filialnetz soll jedoch weiterhin ausgebaut werden. Dafür sind für das kommende Jahr 2022 rund 150 Neueröffnungen geplant. Für die darauffolgenden Jahre sind momentan ähnliche Expansionsraten vorgesehen. Bei so viel Wachstumsdrang kann nicht immer die optimale Fläche gefunden werden. Deswegen wird NKD flexibler. Während in der Vergangenheit fast ausschließlich Flächen um die 300 m² ausgewählt wurden, kommen für vielversprechende Standorte nun auch 450 m² oder sogar 550 m² in Frage.

 Auch wenn es mit höheren Kosten verbunden ist, wagt NKD auch immer häufiger den Schritt in einen Neubau, vor allem bei Standorten, die in attraktive Fachmarktzentren integriert sind. Die Flächen in klassischen Einkaufscentern werden hingegen, wenn möglich, gemieden. Der Grund hierfür liegt schlicht in dem Trend der sinkenden Frequenzlagen solcher Malls. Dafür nimmt vermehrt das Interesse an „kleine[n] Lebensmittel-Einkaufszentren, [wie] z.B. Kaufland“ zu, zitiert die Immobilienzeitung.

Im kommenden Jahr werden im Heimatmarkt Deutschland 70 Läden brutto eröffnet. In Anbetracht von Umzügen und Schließungen bleiben runde 40 Filialen netto übrig. Momentan betreibt der Discounter hierzulande fast 1.300 Filialen.

Die Expansion konzentriert sich auf das Rhein-/Ruhrgebiet, da hier die Filialdichte in Relation zu den Einwohnerzahlen noch verhältnismäßig gering ist. Darüber hinaus sind auch Einzugsgebiete und Stadtteillagen in Großstädten wie Berlin, Hamburg, Stuttgart oder München gern gesehen. Zusätzlich gilt jedoch, dass jeder Ort infrage kommt, der über mindestens 10.000 Einwohner verfügt, oder alternativ, über ein außerordentlich großes Einzugsgebiet.

Bei so stark variierenden Standortbelegungen ist es schwer eine genaue Miete zu bestimmen. Insgesamt liegt sie in aller Regel zwischen 10 Euro und 15 Euro pro Quadratmeter bei Neuvermietungen. In besonders exklusiven Lagen kann sie auch noch höher ausfallen. Bei den Laufzeiten präferiert NKD eine Erstlaufzeit von möglichst drei bis fünf Jahren. Zusätzlich gewünschte Mietdauer wird mit Optionen abgesichert.