In Deutschland werden im Rahmen dieser Umstrukturierung gesellschaftsrechtliche Änderungen vorgenommen, um Doppelstrukturen aufzulösen und eine klarere Aufgabenverteilung zu schaffen. Nationale Aufgaben wie das Category Management, Vertrieb und Marketing werden von der Aldi Nord Deutschland Stiftung & Co KG unter der Leitung von CEO Felix Rottmann übernommen. Im Ausland bleiben die Strukturen unverändert, da dort keine Dienstleistungen für die Gruppe erbracht wurden.
Die internationale Holding soll voraussichtlich im vierten Quartal 2023 den Betrieb aufnehmen, sobald die behördlichen Genehmigungen vorliegen. Dann wird der Verwaltungsrat aufgelöst und durch einen Holding-Vorstand unter der Leitung von Torsten Hufnagel ersetzt. In der Firmenholding werden alle übergreifenden Themen wie Finanzen und Controlling, Beteiligungen sowie zentrale Dienstleistungen bearbeitet.
Eine neue Aldi Nord Beteiligungsmanagement GmbH wird die Verbindung zwischen Kerngeschäft und Produktion sicherstellen, während nationale Aktivitäten im Immobilienbereich in den Landesgesellschaften angesiedelt werden.
In Bezug auf das operative Geschäft muss Aldi Nord in diesem Jahr zeigen, dass sich die Veränderungen der vergangenen Jahre auf der Umsatzseite auszahlen. Bis einschließlich April 2023 entwickelte sich der Umsatz des Discounters besser als der Markt-Durchschnitt, was einem Plus von etwa 13,7 Prozent entspricht. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt Aldi Nord bestrebt, seine Ertragskraft zu steigern und Verluste in bestimmten Regionen auszugleichen.
