Netto Nord nimmt Hamburg und Berlin ins Auge

26. November 2021 - Über die letzten Jahre lag das Filialnetz von Netto Nord mehr oder weniger konstant bei rund 340 Märkten. Jetzt soll wieder etwas Schwung in die Expansion kommen. Dafür visiert Netto Nord vor allem die Ballungsräume Berlin und Hamburg an.

Quelle: Netto/Wikimedia Commons

Doch bevor es losgehen soll, beteuert CEO Ingo Panknin: „Wir werden zunächst das Netto 3.0-Konzept ausrollen. Wir wollen möglichst schnell ein einheitliches Erscheinungsbild für die Kunden sicherstellen“. Momentan sind 200 Netto-Standorte bereits auf das neue Konzept angepasst. Zusätzlich dazu sollen jedes Jahr noch einmal zwischen 50 und 60 dazukommen.

Auf der Jagd nach attraktiven Lagen in Ballungsräumen ist Netto sogar bereit auf kleinere Flächen auszuweichen. Die harte Untergrenze dürfte sich um die 400 m² Verkaufsfläche bewegen. Bei solchen Kleinflächen wird dann jedoch auf das Nonfood-Sortiment verzichtet. In Dänemark wurde bereits mit dieser Größe getestet. Scheinbar wird die Größe als erfolgsversprechend bewertet. Auch in den Mini-Märkten soll jedoch weiterhin das volle Sortiment von rund 2.400 Artikeln abgebildet werden.

Letzte Jahr brillierte der Discounter mit einem atemberaubenden Umsatzwachstum von etwa 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch für dieses Jahr wird eine positive Umsatzentwicklung prognostiziert. Insgesamt bewertet man bei Netto die Lage positiv und erwartet auch für das kommende Jahr den positiven Trend fortzusetzen: „Ich glaube, dass sich die Discounter ein Stück vom Kuchen zurückholen werden, weil die Kunden preissensibler werden“.