Mit einem deutlichen Anstieg von 7,3 Prozent erreichte der Nettoumsatz von Müller im letzten Geschäftsjahr 4,6 Milliarden Euro. Auf Bruttoebene konnte das Unternehmen sogar die Fünf-Milliarden-Umsatzgrenze überschreiten, wie es auf Anfrage bestätigte.
Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer stärkeren Expansion mit der Eröffnung von 30 neuen Filialen, einem erfolgreichen zweiten Halbjahr und den Auswirkungen der Inflation. Für das laufende Geschäftsjahr 2023/24 zeigt sich Müller zuversichtlich und erwartet ein weiteres Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Besonders erfreulich ist der deutliche Anstieg des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 18,5 Prozent auf 308 Millionen Euro sowie des Konzernjahresüberschusses um 23 Prozent auf 213 Millionen Euro. Diese Zuwächse unterstreichen die finanzielle Stabilität und das Wachstumspotenzial von Müller.
Trotz der positiven Entwicklung auf der Kostenseite, insbesondere durch eine Senkung der Personalkostenquote um 3 Prozentpunkte auf 18,7 Prozent, verzeichnete Müller im Kerngeschäft der Drogerie ein Wachstum von 7,8 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Jedoch blieb Müller hinter den zweistelligen Zuwächsen seiner Hauptkonkurrenten dm und Rossmann zurück.
Dennoch profitiert Müller von seinem breiten Sortimentsmix, der Bereiche wie Spielwaren, Schreibwaren, Naturkosmetik und Bionahrung umfasst. In diesen Segmenten verzeichnete das Unternehmen trotz des herausfordernden Marktumfelds ein solides Wachstum.
Müller bleibt somit auch weiterhin ein wichtiger Akteur im Einzelhandel, der durch seine Vielseitigkeit und finanzielle Stabilität überzeugt.
