In der regulären Öffnungszeit bleibt der Markt weiterhin mit Verkaufspersonal besetzt. Nach Geschäftsschluss verwandelt sich der Laden in einen „Smart Store“, der ohne Personal betrieben wird. Kunden erhalten Zugang, indem sie entweder ihre Debit- oder Kreditkarte an der Tür scannen oder ihren Cumulus-Code aus dem Migros-Treueprogramm eingeben. Der Einkauf wird dann an einem Self-Checkout-Terminal gescannt und bezahlt. Als Zahlungsmöglichkeiten stehen neben der klassischen Bankkarte auch die Bezahl-App Twint oder die Migros-App zur Verfügung.
Der autonome Markt wird auf einer Fläche von 295 Quadratmetern ein Sortiment von etwa 7.000 Artikeln anbieten. Laut Migros wird der gesamte Laden durch Video- und Sensortechnologie überwacht, um die Sicherheit zu gewährleisten und einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen. Der Schweizer Händler setzt dabei auf die Technologie von Teo, einem Anbieter von Smart Retail Solutions, der sich von der Migros-Zürich-Tochter Tegut unabhängig gemacht hat.
Migros betreibt bereits seit 2022 autonome Teo-Stores in der Schweiz, insgesamt acht an der Zahl – sechs davon im Gebiet der Migros Ostschweiz und zwei im Bereich der Genossenschaft Migros Zürich. In einer kürzlichen Stellungnahme kündigte Patrik Pörtig, der Chef der Genossenschaft Migros Zürich, an, dass sich die Verantwortlichkeiten für die Zürcher Märkte ändern werden. Künftig sollen diese Märkte von der Migros Ostschweiz betrieben werden, was eine Konzentration der Verantwortung auf das Wirtschaftsgebiet der Ostschweiz bedeutet.
Mit dem geplanten Markt in Herisau setzt Migros auf weitere Innovationen im Bereich der Selbstbedienung und des autonomen Handels und wird somit die Flexibilität für Kunden weiter erhöhen. Das Projekt markiert einen weiteren Schritt in der Expansion der Migros in den Bereich der Smart Retail-Lösungen und unterstreicht das Engagement des Unternehmens, moderne, digitale Einkaufserlebnisse zu schaffen.
