Metro hofft auf bessere Zeiten

17. Dezember 2021 - Momentan könnte es bei der Metro sicherlich besser laufen. Zwar war es zu erwarten, dass die anhaltenden Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie dem Unternehmen zusetzen würden, dennoch wird der Umsatzverlust im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,4 Prozent auf 24,8 Mrd. Euro als enttäuschend wahrgenommen. In sämtlichen Regionen gingen die Umsätze zurück. Am deutlichsten war es im Heimatmarkt zu spüren. Hier fiel das Minus mit 5,2 Prozent auf 4,5 Mrd. Euro am stärksten. In diesem Zusammenhang wurde der Wert des Metro Geschäfts in Deutschland. von 95 Mio. Euro auf null abgeschrieben.

Quelle: METRO Deutschland GmbH/metro.de

Neben dem Verkauf in den Märkten möchte Metro sein Liefergeschäft weiter ausbauen. Hier soll in Zukunft das meiste Wachstum generiert werden. Wegen den Maßnahmen im Zusammenhang mit der Pandemie war jedoch zum zweiten Jahr in Folge ein Minus zu verzeichnen. Wegen den schlechten Ergebnissen wird auch im kommenden Jahr keine Dividende an die Aktionäre ausgegeben. Das Management verspricht jedoch baldige Verbesserung und auch CEO Steffen Greubel will sein Augenmerk künftig wieder auf den deutschen Markt legen. Für die kommenden Jahre im Jenseits der Pandemie-Maßnahmen geht das Unternehmen von 3 bis 7 Prozent Wachstum aus.

Das Top-Management im Konzern wird künftig anders organisiert. Zum Beginn des nächsten Jahres wird das bisherige Operating Board in das Commercial Board umgewandelt. Dabei ändert sich auch die Besetzung. Die Operating Partner waren bisher zur Unterstützung der CEOs der Landesgesellschaften berufen. Jetzt sitzen eben jene CEOs selbst im Board. Der Schwerpunkt des Gremiums wird sich auf das Operative verlagern. Vor allem der Vertrieb soll gestärkt und das Foodservice-Geschäft vorangebracht werden. Die großen Länder versprechen dabei die größten Chancen auf schnelle Erhöhung der Erträge. Dazu zählen vor allem Spanien, Italien, Frankreich und Russland sowie Österreich und Deutschland. Der Belieferungsumsatz macht inzwischen 17 Prozent am Gesamtumsatz aus und konnte zuletzt dank 250.000 neuer Kunden enorm zulegen.