Mediamarkt eröffnet neues Großflächenformat in Köln

28.08.2026 - In Köln hat Mediamarkt ein weiteres Großflächenprojekt unter dem Namen „Tech Village“ eröffnet. Es handelt sich damit um das dritte Marktformat dieser Größenordnung im Bundesgebiet. Der Umbau des früheren Saturn-Standorts sei in einem Zeitraum von rund acht Monaten umgesetzt worden, investiert habe der Händler eine deutlich zweistellige Millionensumme im einstelligen Bereich der Millionenbeträge.

Quelle: Media MarktSaturn.com/press/media

Ein Kernelement des Konzepts bilden die sogenannten Boutiquen, in denen Hersteller ihre Produkte in aufwendig gestalteten Schauflächen präsentieren können. Insgesamt umfasst das Debüt 31 dieser Boutiquen, von Mediamarkt selbst betrieben werden weitere sechs Flächen. Zusammen genommen machen sie circa 20 bis 25 Prozent der gesamten Verkaufsfläche aus und sind so positioniert, dass sie das conventional Mediamarkt-Sortiment flankieren und ergänzen. Auf Nachfrage betont Alexander Rauchut, Vorstandsvorsitzender von Mediamarkt-Saturn Deutschland, dass die Eigenmarken durch die prominente Präsentation der Markenartikel nicht in den Hintergrund geraten. Vielmehr ermögliche die Großfläche eine umfassende Darstellung des gesamten Eigenmarkenportfolios neben dem Herstellerangebot.

Das neue Tech Village wird darüber hinaus als Blaupause für künftige Standorte gesehen. Optisch wie konzeptionell zeichnet sich der Standort durch einen stärkeren Digitalfokus aus: Großbildschirme zieren Wände, Säulen oder hängen wie Banner zwischen den fünf Ebenen. Zudem macht Mediamarkt in Köln erstmals einen bislang geplanten Service konkret erlebbar: Die Videoberatung, bislang überwiegend online angeboten, wird in der Filialfläche in ausgewählten Boutiquen in Echtzeit vor Ort für Onlinekunden realisiert. Dieser Schritt markiert eine Neuausrichtung der Verknüpfung zwischen stationärem Handel und digitaler Beratungskette, die Mediamarkt-Saturn-Gruppe in der aktuellen Expansionsstrategie verankert.

Der Standort Köln dient damit nicht nur als weiterer Verkaufsort, sondern auch als Prototyp eines integrierten Omnichannel-Konzepts, in dem stationäre Präsenz, digitaler Content und individuelle Beratungsangebote enger miteinander verzahnt werden. Die Umsetzung des Projekts untermauert die Bestrebung der Unternehmensgruppe, Handelsimmobilien stärker als Erlebnis- und Beratungshub zu positionieren, in dem Produktwelten in thematisch gestalteten Bereichen greifbar gemacht werden. Ob und wie weitere Großflächen dieser Art folgen, dürfte maßgeblich von Marktreaktionen, Umsatzentwicklung vor Ort sowie der Weiterentwicklung der persönlichen Beratung im Filialkontext abhängen.