Lieferdienste steuern Richtung Gewinnzone

10. Februar 2023 - Die großen Lieferplattformen wie Delivery Hero, Uber, Deliveroo und Just Eat Takeaway sehen Licht am Ende des Tunnels, da ihre Kostensenkungsmaßnahmen Früchte tragen. Nach einer Phase von Massenentlassungen und dem Rückzug aus bestimmten Märkten stehen sie nun kurz davor, die Gewinnzone zu erreichen.

Quelle: Jonas Allert/unsplash.com

Die Umsatzsprünge während der Corona-Lockdowns waren für die Lieferdienste ein Segen, doch anschließend mussten sie mit sinkenden Börsenkursen und geringerer Nachfrage kämpfen. In Reaktion darauf setzten sie harte Sparmaßnahmen um, die sich nun auszuzahlen scheinen.

Delivery Hero beispielsweise hat seit Sommer 2023 verstärkt auf Kostenkontrolle gesetzt, was sich deutlich in der Aktienentwicklung widerspiegelt. Nachdem das Unternehmen Stellen in der Berliner Zentrale abgebaut hat und die Mehrheitsbeteiligung Glovo ebenfalls Stellen gestrichen hat, zeigen sich erste positive Entwicklungen.

Der bereinigte EBITDA-Marge von Delivery Hero lag im Geschäftsjahr 2022 bei -1,4 Prozent, aber CFO Emmanuel Thomassin prognostiziert für 2023 eine Steigerung auf über 0,5 Prozent, mit einem Anstieg auf über 1 Prozent im zweiten Halbjahr. Auch das Ziel, während der zweiten Jahreshälfte 2023 die Gewinnschwelle beim Free Cash Flow zu erreichen, steht weiterhin fest.

Auch der US-Lieferdienst Uber verzeichnete im vierten Quartal ein gesteigertes bereinigtes EBITDA und stellt schwarze Zahlen für das laufende Jahr in Aussicht. Deliveroo und Just Eat Takeaway verfolgen ähnliche Ziele und haben ebenfalls Sparmaßnahmen ergriffen, um den Break-Even zu erreichen.

In Deutschland konzentriert sich Just Eat Takeaway auf die Optimierung der Lieferauslastung durch verbesserte Routen und ein erweitertes Angebot an Lebensmitteln, um die Wirtschaftlichkeit weiter zu steigern.