Die Landesgeschäftsführerin Zita Szlavikovics betonte gegenüber der LZ, dass die Ergebnisse des Jahres 2025 die Kraft eines gut eingespielten Teams demonstrieren. Für Szlavikovics bedeuten die erzielten Fortschritte nicht nur eine bessere Marge, sondern auch eine Reduzierung der Materialkosten sowie eine Minimierung von Verschwendung – Faktoren, die wesentlich zum positiven Jahresabschluss beigetragen hätten. Sie hob hervor, dass ein bereichsübergreifendes Zusammenarbeiten entscheidend gewesen sei.
Die Expansion vor Ort wird durch gesetzliche Vorgaben der derzeitigen ungarischen Regierung eingeschränkt, wodurch das Wachstum außerhalb der bestehenden Filialstandorte von rund 200 Filialen in der Praxis langsamer verläuft als möglich. Laut Aussagen der Lidl-Geschäftsführung besteht dennoch sichtbares Potenzial für mindestens 55 zusätzliche Standorte, sofern sich die Rahmenbedingungen künftig verbessern.
Gleichzeitig beeinträchtigt eine anhaltende Stromknappheit das operative Geschäft spürbar. Aufgrund von Wassermangels im Flusslauf der Donau musste ein Kernkraftwerk zeitweise abgeschaltet werden. Dies hat konkrete Folgen für den Filialbetrieb: Ab 17 Uhr wird kein Brot mehr gebacken, die E-Ladeinfrastruktur für Kundenfahrzeuge ist außer Betrieb, und gekühlte Getränke stehen vorübergehend nicht zur Verfügung. Zudem bleibt die Schaufensterwerbung vorübergehend dunkel. Szlavikovics informierte darüber, dass auch Personal aus der Zentrale zeitweise ins Homeoffice wechselte. Die Maßnahme gilt zunächst bis einschließlich Sonntag.
