Wie Lidl gegenüber der Lebensmittelzeitung bestätigte, stammen die Schiffe aus einer Bestellung bei der chinesischen Werft Guangzhou Shipyard International. Jedes der neuen Schiffe verfügt über eine Kapazität von rund 8.400 Standardcontainern (20-Fuß-Container). Nach Branchenangaben von Hansa-Online liegt der Kaufpreis pro Schiff bei etwa 120 Millionen US-Dollar, was die Gesamtinvestition auf mehr als 520 Millionen Euro beziffert.
Tailwind setzt mit dieser Flottenerweiterung vor allem auf die wichtige Asien-Mittelmeer-Verbindung. Die Route führt von drei chinesischen Häfen über einen Umschlagshafen in Malaysia zu den Häfen in Barcelona (Spanien) und Koper (Slowenien). Darüber hinaus betreibt Tailwind eine weitere Linie von Barcelona nach Moerdijk in der Nähe von Rotterdam. Seit dem 17. Juni wurde außerdem eine Intra-Asien-Verbindung aufgenommen, die neben weiteren Exportländern auch Vietnam bedient.
Die Investition in die fünf Neubauten ist ein Teil des umfassenden Investitionsprogramms der Schwarz-Gruppe. Für das Geschäftsjahr 2025/26 plant das Unternehmen insgesamt Ausgaben in Höhe von 9,6 Milliarden Euro, um Wachstum und Modernisierung voranzutreiben.
Bislang nutzte Tailwind Shipping Lines überwiegend gecharterte Containerfrachter und hatte zudem einige gebrauchte Schiffe mittlerer Größe erworben. Die nun bestellten Neubauten markieren den ersten Schritt in Richtung einer eigenen, modernen Flotte, die den steigenden Anforderungen im internationalen Warenverkehr gerecht werden soll. Mit der Erweiterung der Flotte stärkt Lidl über seine Tochter Tailwind die Kontrolle über die Logistik auf der wichtigen Handelsachse zwischen Asien und Europa deutlich.
