Um die Effizienz der Investitionen zu steigern, hat Lidl seine Immobilienabteilung in Deutschland zentralisiert und verbessert. Dabei bleibt der Fokus auf einer rentablen Kapitalverzinsung bestehen. Durch diese Maßnahmen möchte das Unternehmen sicherstellen, dass die verfügbaren Budgets effizient genutzt werden.
Obwohl der Lebensmitteleinzelhandel insgesamt expansiv ist, sind die Planungen für die kommenden Monate eher zurückhaltend. So agiert beispielsweise Edeka Minden-Hannover vorsichtig und plant weniger neue Verkaufsfläche im Vergleich zu früheren Jahren. Trotzdem sollen die Investitionen in Immobilien erhöht werden.
Die Vermieter sehen diese Entwicklung positiv, da dadurch kein zusätzlicher Wettbewerb an bestehenden Standorten entsteht. Der kanadische Assetmanager Slate, einer der größten Vermieter im deutschen Supermarkt- und Discountsegment, erwartet jedoch keine ähnlich großen Immobilientransaktionen wie im Vorjahr. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen darauf, den Bestand zu stärken und in diesen zu investieren, um die Mieter zufriedenzustellen.
Die Immobilienberatung Jones Lang LaSalle (JLL) prognostiziert, dass die Refinanzierung in den nächsten Jahren ein wesentlicher Aspekt sein wird. Besonders Portfolios, die zu Spitzenbewertungen finanziert wurden, bergen Risiken. Trotz der Herausforderungen zeigt sich JLL optimistisch, dass bei stabilen Zinssätzen eine Erholung im Immobiliensektor möglich ist.
