Während traditionell vor allem Schuhe, Textilien und Unterhaltungselektronik zu den Leitbranchen des innerstädtischen Handels zählten, werden diese immer mehr durch den Online-Handel unter Druck gesetzt. Damit entsteht gerade eine günstige Möglichkeit für den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) die Innenstadt für sich zu entdecken.
Auf der Expo Real in München pries bereits Dr. Angelus Bernreuther, Im mobilienexperte bei Kaufland, den LEH "als Ankermieter der Zukunft" an, wofür er vor ein paar Jahren vermutlich eher belächelt worden wäre. Jetzt lacht keiner mehr. Das Zauberwort in diesem Zusammenhang lautet "Flexibilität". In den deutschen Ballungszentren entsteht ein immer größerer Druck auf die Mietpreise und deswegen ist es für Aldi, Lidl und Co. nicht mehr möglich Genehmigungen für ebenerdige Parkplatzflächen vor ihren Filialen zu bekommen.
Die Flächen müssen in Zukunft besser genutzt werden. Deswegen entwickeln die Discounter, aber auch die Supermarkt-Konkurrenten, mittlerweile fleißig Konzepte, die Mischimmobilien mit zusätzlichem Raum für Wohnungen oder Büros vorsehen. Stellplätze können zum Beispiel unter der Erde bereitgestellt werden und auf dem Dach können zusätzliche Etagen entstehen. Der Discounter Aldi Nord hatte bereits Anfang dieses Jahres angekündigt in Berlin langfristig mindestens 30 Standorte gemischt zu nutzen.