Die Entscheidung ist strategisch motiviert: Knuspr verspricht sich durch die Anbindung an das Markant-System nicht nur eine spürbare Entlastung bei internen Prozessen, sondern auch den Zugang zu einem erweiterten Lieferantennetzwerk. Das Ziel ist klar: Das Sortiment soll insbesondere im Preiseinstiegssegment deutlich ausgebaut werden. Bereits heute bietet Knuspr mehrere Hundert Artikel der Markant-Einstiegsmarke „Jeden Tag“ an, die unter anderem über Handelspartner wie Bünting oder Bartels-Langness bezogen werden.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Stärkung der Eigenmarkenstrategie. Der Anteil der Eigenmarken liegt bislang im mittleren einstelligen Prozentbereich, soll jedoch – nach eigenen Angaben – mindestens verdoppelt werden. Der Ausbau dieser Sortimente ist ein zentraler Baustein, um Preissensibilität und Markenvielfalt besser in Einklang zu bringen – ein relevantes Thema, nicht nur im E-Commerce, sondern auch im klassischen Lebensmitteleinzelhandel.
Die Partnerschaft mit Markant ist zunächst auf den deutschen Markt beschränkt. Eine zukünftige Ausweitung auf weitere Länder, in denen der Knuspr-Mutterkonzern Rohlik tätig ist, gilt jedoch als realistische Option. Die Markant-Gruppe, zu deren Kunden unter anderem namhafte Einzelhändler wie Kaufland, dm oder Rossmann zählen, bietet mit ihrer Plattform eine etablierte Struktur, die insbesondere für wachstumsstarke Marktteilnehmer im digitalen Handel attraktiv ist.
Mit diesem Schritt positioniert sich Knuspr im zunehmend kompetitiven Onlinelebensmittelmarkt nicht nur als logistisch innovativer Anbieter, sondern auch als prozessual solide aufgestellter Player mit Ambitionen im Preis- und Markenmanagement.
