Kaufkraft steigt an

7. Januar 2022 - Laut den Marktforschern der GfK wird die Kaufkraftsumme für 2022 einen spürbaren Sprung auf 2.062,8 Mrd. Euro nach oben machen. Für Gesamtdeutschland bedeutet das einen Anstieg um 4,3 Prozent. Im Durchschnitt wären es dann 1.013 Euro mehr pro Kopf als noch im Vorjahr. Damit stünden jedem Deutschen durchschnittlich 24.807 Euro zum Verkonsumieren zur Verfügung.

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Die steigende Kaufkraft verspricht jedoch nicht automatisch mehr Konsummöglichkeiten. In diese Kennziffer fließt zunächst einmal nur das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- oder Kindergeld ein. Dem gegenüber steht jedoch die Entwicklung der Verbraucherpreise. Steigen diese schneller als die Kaufkraft, bleibt real weniger beim Bundesbürger übrig.

Die GfK geht davon aus, dass zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie die Kaufkraft wieder ordentlich zulegen würde. Als Gründe dafür sehen sie die Erhöhung der Renten und die in einigen Branchen steigenden Löhne. Darüber gehen die Nürnberger Marktforscher davon aus, dass ein wirtschaftlicher Nachholeffekt bei der Produktion einsetzen würde. Zusätzlich wird davon ausgegangen, dass die Logistikprobleme, die durch die Maßnahmen im Zusammenhang mit der Pandemie maßgeblich mitverursacht wurden, zurückgehen werden.

Bei der Erhebung der Daten werden auch wieder regionale Unterschiede deutlich. Nach wie vor führt innerhalb von Deutschland Bayern das Länder-Ranking an. Insgesamt stehen dem durchschnittlichen Bürger des Freistaats 26.936 Euro zur Verfügung. Damit liegt Bayern ungefähr 9 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Innerhalb Europas belegt Liechtenstein mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 64.629 Euro den ersten Platz. Die Top-3 werden, wie bereits im letzten Jahr, durch die Schweiz (40.739 Euro) und Luxemburg (35.096 Euro) vervollständigt. Der Durchschnittwert für Europa lag 2021 bei 15.055 Euro.