Die Firma Dahlke Real Estate (Dria) aus Heinsberg, gemeinsam mit der israelischen Investmentfirma Lahav und dem Marburger Solarunternehmer Volker Klös, hat die Sloane Initiative Sonnenenergie ins Leben gerufen. Der Fokus dieser Initiative liegt auf dem Bau und Betrieb von PV-Anlagen auf Fachmarktimmobilien. Das erste Projekt von Sloane wird auf einem Netto-Markt in Gummersbach umgesetzt. Der dort produzierte Strom wird zunächst den Mietern des Gebäudes angeboten. Alexander Dahlke betont, dass die Produktion von Strom auf den Dächern von Fachmärkten besonders attraktiv ist, da die Mieter solcher Gebäude konstante Stromabnehmer sind. Vor dem Ukraine-Krieg waren die Mieter jedoch oft nicht interessiert, da sie Strom billig im Großhandel einkaufen konnten. Dies hat sich nun jedoch geändert, da die Strompreise stark angestiegen sind.
Martin Führlein, Geschäftsführer von GRR, einem LEH-Investor aus Nürnberg, bestätigt dieses gestiegene Interesse der Lebensmittelhändler am Kauf von Solarstrom vom Dach. GRR hat bereits im Jahr 2021 die Dächer von 63 Supermarktimmobilien an WI Energy aus Trier verpachtet. Führlein glaubt, dass heute eine höhere Pacht erzielt werden könnte als vor dem Ukraine-Krieg. Obwohl er den Schritt von Dahlke und Lahav, die Produktion von Sonnenstrom selbst in die Hand zu nehmen, respektiert, bevorzugt GRR das Pachtmodell.
WI Energy hat bereits auf rund 20 GRR-Märkten Solaranlagen installiert, wobei der produzierte Strom teilweise an die Mieter verkauft wird und teilweise ins Netz eingespeist wird. Führlein betont jedoch, dass die Installation von PV-Anlagen auf bestehenden Dächern nicht immer einfach ist und oft statische Anpassungen erfordert. Dennoch hat GRR den Schritt nie bereut, da der Wert der Immobilien durch die PV-Anlagen steigt, sowohl aufgrund der höheren ESG-Konformität als auch der zusätzlichen Pachteinnahmen.
Auch Greenman Energy, eine Tochtergesellschaft des LEH-Investors Greenman, ist zuversichtlich in Bezug auf Solarstrom. Maximilian Bley von Greenman Energy erklärt, dass die hohen Energiepreise die Erzeugung eigener Energie noch attraktiver machen. Die Firma produziert bereits Strom auf den Dächern von vier Immobilien des Fonds Greenman Open, wobei der Strom größtenteils an die Mieter geht. Zusätzlich können Elektroautos auf den Kundenparkplätzen mit dem nicht verkauften Strom geladen werden.
In Zukunft wird der Ausbau der E-Ladeninfrastruktur voraussichtlich zu einem weiteren Anstieg des Strombedarfs auf Fachmarktgrundstücken führen.
