Integration von Real trägt Früchte bei Kaufland

06. Oktober 2023 - Kaufland verzeichnet eine deutliche Verbesserung seiner Rendite im Geschäftsjahr 2022/23, angetrieben durch die erfolgreiche Integration von Real. Die Übernahme von rund 100 Real-Filialen mit einem Umsatzpotenzial von über 2,5 Milliarden Euro hat zu einem Umsatzanstieg um 17 Prozent geführt.

Quelle: Kaufland Stiftung & Co. KG/Wikimedia Commons

Die Bilanz der Kaufland Stiftung für das Geschäftsjahr zeigt, dass das Unternehmen vor Steuern und Zinsen einen Gewinnanstieg von 39 Prozent verzeichnete, was einem Betrag von 643 Millionen Euro entspricht. Obwohl der Zinsaufwand deutlich höher lag, stieg der Jahresüberschuss um 35,6 Prozent auf 415 Millionen Euro. Trotz dieser Verbesserungen liegt die Nettorendite mit 1,4 Prozent immer noch unter der von Lidl Stiftung mit 2,0 Prozent.

Die gestiegenen Erträge sind besonders bemerkenswert, da Kaufland in den Jahren vor der Real-Übernahme mit Herausforderungen zu kämpfen hatte, insbesondere auf dem deutschen Markt. Dennoch konnte das Unternehmen trotz der Real-Integration und Preiserhöhungen ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Die Preiserhöhungen konnten jedoch nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden.

Die Investitionen von Kaufland stiegen im Berichtsjahr um 36 Prozent auf 976 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund der Real-Integration. Die Abschreibungen stiegen trotz höherer Investitionen in den Vorjahren nicht überdurchschnittlich an. Das Management bleibt dennoch vorsichtig, da die hohe Preisentwicklung und Unsicherheiten hinsichtlich der Verfügbarkeit bestimmter Waren und Rohstoffe weiterhin Herausforderungen darstellen.

Für das laufende Geschäftsjahr plant das Unternehmen einen moderaten Umsatzanstieg, jedoch könnte das Ergebnis aufgrund steigender Finanzierungskosten leicht rückläufig sein. Trotz des abnehmenden Real-Sondereffekts und fortbestehender strategischer Herausforderungen bleibt Kaufland auf Lösungen für zukünftige Aufgaben fokussiert.