Hornbach ist aktuell der drittgrößte Baumarktbetreiber hinter Obi und Bauhaus. Nach eigenen Angaben der Hornbach-Holding setzte die Baumarktsparte in Deutschland im vergangenen Geschäftsjahr (Februar 2022) ca. 2,8 Mrd. Euro (netto) um. Das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent. Nimmt man noch das Auslandsgeschäft hinzu, fällt das Wachstum mit ca. 7,4 Prozent sogar noch deutlicher aus. Insgesamt konnte die Holding im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,9 Mrd. Euro (netto) umsetzen. Auch der Gewinn entwickelte sich positiv. Das bereinigte Ebit konnte um 11 Prozent auf 364 Mio. Euro gesteigert werden.
Konzernfinanzchefin Karin Dohm führt den Erfolg auf den hohen Anteil an Gewerbekunden zurück, der rund 20 Prozent ausmacht. Außerdem wurde viel Wert auf den Ausbau des Projektgeschäfts gelegt. Nicht zuletzt steuerte die enge Verbindung von On- und Offline-Kanälen zur positiven Entwicklung bei. Die Erlöse Online sind mit 944 Mio. Euro um 10,5 Prozent gewachsen.
Die Probleme, die aus den Corona-Maßnahmen resultierten, und die die Baumarktbetreiber seitdem beschäftigen, nehmen im aktuellen geopolitischen Klima eher zu als ab. Besonders die ohnehin schon schwierige Liefersituation wird durch den Krieg in der Ukraine weiter verschärft. Die Preise für einige Produkte und Rohstoffe erfahren dadurch noch einmal eine zusätzliche Steigerung. Beispielsweise Holz ist von den Verteuerungen deutlich betroffen.
Momentan betreibt Hornbach 167 Baumärkte in neun europäischen Ländern. Eine Erschließung weiterer Auslandsmärkte ist aktuell nicht vorgesehen. Im laufenden Jahr hofft das Unternehmen auf drei neue Standorte. Für das Folgejahr sind noch einmal fünf vorgesehen.
