Laut Hagebau werden regelmäßig Marktpotenzialanalysen durchgeführt. Die Zentrale unterstützt die expansionswilligen Kaufleute bei der Standortentwicklung, auch durch die Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft sowie bei der Finanzierung. Die Hagebau-Gruppe sucht Verkaufsflächen ab 1000 qm für das DIY-Kleinformat und ab 4000 qm für die Baumärkte, zusätzlich eine Gartencenterfläche ab 1500 qm, entweder zum Kauf oder zur Miete. Immobilieninvestoren stehen diesem Vorhaben jedoch skeptisch gegenüber, da Flächen dieser Größenordnung limitiert sind, so ein Insider.
Der Aufruf an die Immobilienbranche erfolgt in einer schwierigen Zeit. Im letzten Jahr sank der Umsatz der Hagebau-Gruppe um etwa 15 Prozent auf 6,56 Milliarden Euro. Der Warenumsatz mit den 356 Gesellschaftern im Fach- und Einzelhandel lag mit knapp 6 Milliarden Euro etwa eine Milliarde Euro unter dem Vorjahreswert. Die Baumärkte erwirtschafteten 3,26 Milliarden Euro, was einem Rückgang von knapp 2,3 Prozent entspricht, während die Branche insgesamt etwas über drei Prozent verlor. Im Jahr des 60. Jubiläums der Kooperation soll zumindest bei den Baumärkten wieder ein prozentuales Umsatzplus erreicht werden. „Wir wollen 2024 wieder Marktanteile gewinnen", so Hagebau-Chef Jan Buck-Emden.
Bis einschließlich April lag die Einzelhandelssparte einen Prozentpunkt über dem Branchendurchschnitt, der um 5 Prozent zulegte. Trotz schwächerer Monate im Mai und Juni will Hagebau diesen Vorsprung bis Jahresende halten.
