Globus mit stabiler Entwicklung

29. August 2025 - Der Handelskonzern Globus blickt auf ein solides Geschäftsjahr 2024/25 zurück. Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten zeigt sich das saarländische Familienunternehmen mit der aktuellen Entwicklung zufrieden – sowohl im Segment der großflächigen Hypermärkte als auch im Bereich der Baumärkte. Nach eigenen Angaben konnte das Unternehmen sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis (Ebit) Zuwächse erzielen – wenn auch unter Ausschluss des zwischenzeitlich veräußerten Russlandgeschäfts.

Quelle: Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co. KG

Konkrete Zahlen nennt Globus traditionell erst im Herbst, wenn das Unternehmen ausgewählte Kennzahlen veröffentlicht. Für das vorangegangene Geschäftsjahr 2023/24 hatte Globus noch rückläufige Ergebnisse gemeldet. Der Bruttoumsatz sank damals – noch inklusive der russischen Tochtergesellschaft – um 1,8 Prozent auf 9,64 Milliarden Euro. Beim bereinigten Ebit wurde eine leichte Verbesserung auf 296,8 Millionen Euro vermeldet, jedoch ohne detaillierte Angaben zum Nettoergebnis.

Der mittlerweile im Bundesanzeiger publizierte Abschluss für 2023/24 zeichnet ein differenzierteres Bild: Das Ebit inklusive Sondereffekten fiel auf 205,8 Millionen Euro – nahezu eine Halbierung im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Konzernjahresüberschuss ging deutlich zurück und lag bei 89,3 Millionen Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber 218,2 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2022/23.

Im Detail zeigt sich, dass insbesondere das Segment der Hypermärkte unter Druck geriet: Hier fiel das Ebit von 139 Millionen Euro auf 74,2 Millionen Euro. Auch das Immobiliengeschäft verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses von 184 Millionen Euro auf 96,5 Millionen Euro.

Ein wesentlicher Grund für diesen Ergebnisrückgang liegt in der Vergleichsbasis: Im Jahr 2022/23 hatten positive Sondereffekte, insbesondere aus Sale-and-Lease-Back-Transaktionen, das Ergebnis außergewöhnlich stark beeinflusst. Solche Einmaleffekte blieben im Folgejahr aus. Im Gegenteil: Für das Geschäftsjahr 2023/24 musste Globus sogar eine Drohverlustrückstellung bilden, die im Zusammenhang mit der geplanten Abgabe mehrerer großflächiger Standorte stand und sich negativ auf das Ergebnis auswirkte.

Im laufenden Geschäftsjahr zeigt sich nun eine leichte Erholung. Globus hat inzwischen drei ehemalige Real-Märkte sowie eine weitere großflächige Filiale abgegeben – mit ersten positiven Effekten auf die Ergebnislage, wie das Unternehmen mitteilt. Der Rückzug aus einzelnen Märkten ist Teil einer umfassenden Strategie zur Straffung und Optimierung des Filialportfolios.

Eine Unternehmenssprecherin erklärte, dass Globus weiterhin gezielt in moderne Strukturen, technologische Weiterentwicklung sowie die Qualifizierung der Mitarbeitenden investieren werde. Auch der Immobilienbestand bleibt im Fokus: Jeder einzelne Standort werde regelmäßig auf seine wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit hin überprüft. Ziel sei es, das Marktnetz nachhaltig und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

Mit der aktuellen Entwicklung unterstreicht Globus seine strategische Ausrichtung, auch in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld langfristig stabil zu wachsen – durch selektive Standortanpassungen, konsequente Investitionen und ein klares Bekenntnis zur operativen Exzellenz.