Ins letzte Geschäftsjahr fiel bereits die Integration der Real-Häuser in Braunschweig, Krefeld und Essen. In den kommenden Monaten wird die Geschwindigkeit jedoch noch einmal ordentlich zunehmen müssen. Zu den momentan 50 Großflächen, die Globus in Deutschland betreibt, kommen noch einmal knapp 20 hinzu. Zwar handelt es sich bei den Standorten in Eschborn und Neunkirchen um echte Neueröffnungen, dennoch stammt der größte Anteil aus dem Real-Ausverkauf. In der Globus-Chefetage zeigt man sich bisher zuversichtlich und spricht von einer „Jahrhundertchance“.
Darüber hinaus arbeitet Metro noch an anderen Stellschrauben, um das Geschäft zukunftsfest zu machen. Die Neu-Konzipierung der deutschen Großflächen soll, wie bereits angekündigt, während des ersten Halbjahrs 2022 umgesetzt werden. Dabei geht es vor allem darum das Profil der Markthalle zu schärfen und Globus als „produzierenden Händler“ deutlicher zu etablieren. Darüber hinaus gibt es auch ambitionierte Projekte im Bereich E-Commerce. Momentan wird wohl an einem eigenen Online-Lieferdienst für Lebensmittel gearbeitet, der derzeit für den deutschen Markt vorbereitet wird. Ein konkreter Startpunkt ist noch nicht bekannt. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass in den kommenden Monaten erste Tests beginnen werden.
Globus ist wirtschaftlich solide. Für das Geschäftsjahr 2020/21 hat die Gruppe einen leichten Umsatzrückgang von 2,4 Prozent auf 7,76 Mrd. Euro verzeichnen müssen, jedoch konnte das Ebit mit 301,3 Mio. Euro um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zulegen. In Deutschland wurden die Erlöse der SB-Warenhaussparte um 3,4 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro gesteigert.
