Globus betreibt derzeit 90 Baumärkte in Deutschland und Luxemburg. Im Geschäftsjahr 2024/25, das am 30. Juni abgeschlossen wurde, leistete die Baumarktsparte einen wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis. Nach Unternehmensangaben entfiel rund ein Viertel des operativen Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf diesen Bereich. Im vorangegangenen Geschäftsjahr hatte der Anteil noch bei etwa 17 Prozent gelegen.
Auch für das Geschäftsjahr 2025/26, das am 30. Juni endete, wird erwartet, dass die Bedeutung der Baumarktsparte innerhalb der Gruppe weiter zunimmt. Die endgültigen Geschäftszahlen stehen jedoch noch aus, da Globus seine Berichterstattung üblicherweise erst im November veröffentlicht.
Besonders deutlich zeigt sich die positive Entwicklung beim operativen Ergebnis. Das EBIT der Baumarktsparte erreichte im Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt 58,1 Millionen Euro und lag damit rund 20 Prozent über dem Vorjahreswert. Demgegenüber entwickelte sich der Umsatz verhaltener und ging leicht auf etwa 1,7 Milliarden Euro netto zurück.
Als wesentliche Gründe für die verbesserte Ergebnislage gelten vor allem Maßnahmen zur Kostensenkung. So reduzierte das Unternehmen die Ausgaben in den Bereichen Werbung und Vertrieb. Zudem wurde die Präsenz in Online- und Printmedien zurückgefahren, was ebenfalls zu Einsparungen beigetragen haben soll.
Auch im Personalbereich gelang es dem Unternehmen, die Kosten trotz gestiegener Löhne weitgehend stabil zu halten. Möglich wurde dies unter anderem dadurch, dass 214 frei gewordene Stellen nicht erneut besetzt wurden. Insgesamt beschäftigte die Baumarktsparte im Geschäftsjahr 2024/25 knapp 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Zusätzliche positive Impulse für das Ergebnis kamen aus Sondereffekten. Dazu gehörten Erträge aus Rechtsstreitigkeiten sowie Schadenersatzzahlungen, die sich im Berichtszeitraum positiv auf die Ergebnisrechnung auswirkten.
Für das laufende Geschäftsjahr plant Globus Baumarkt nach bisherigen Angaben ein leicht höheres Personalbudget sowie ein moderates Umsatzwachstum. Beim operativen Ergebnis geht das Unternehmen dagegen von einem geringfügigen Rückgang aus. Eine abschließende Bewertung der Entwicklung von Umsatz, Personalbestand und Ergebnis wird erst mit der Veröffentlichung der vollständigen Jahreszahlen möglich sein.
