Garbe-Chef Christopher Garbe betont die Verbindung zwischen dem Logistikmarkt und LEH-Immobilien. Er hebt hervor, dass LEH-Immobilien eine wichtige infrastrukturelle Rolle spielen, da sie für die Versorgung der Bevölkerung unerlässlich sind und nicht kurzfristig durch den E-Commerce ersetzt werden können. Garbe sieht den Kauf von GRR als Erweiterung der eigenen Wertschöpfungskette und betont die strategische und kulturelle Übereinstimmung zwischen den beiden Unternehmen. Die Geschäftsführer von GRR, Andreas Freier und Martin Führlein, bleiben weiterhin im Unternehmen tätig.
Garbe plant eine offensivere Herangehensweise an den LEH-Investmentmarkt und will sich auch mit dem Segment Core plus und Value-add befassen. Diese Strategie unterscheidet sich von traditionellen Ansätzen und zeigt Garbes Innovationsgeist im Immobilienbereich.
Die Bedeutung von LEH-Immobilien auf dem Immobilienmarkt spiegelt sich auch in den Transaktionen wider. Bulwiengesa-Experte Joseph Frechen betont die Dominanz von LEH-Immobilien und Fachmärkten im aktuellen Marktgeschehen. Insbesondere diskonternde Systeme wie Woolworth, Action oder Pepco setzen auf den stationären Handel und bleiben unbeeindruckt von den strukturellen Veränderungen im Einzelhandel.
Die Rolle innerstädtischer Geschäftshäuser hingegen ist aktuell eher gering. Warenhäuser sind deutlich gefragter, während die Renditen in den Innenstädten noch nicht das gewünschte Niveau erreicht haben. Dennoch zeigen Vermietungsumsätze in Großstädten ein gewisses Interesse an innerstädtischen Geschäftsstraßen, insbesondere im Bereich Mode und Gastronomie.
Ein wachsendes Interesse besteht auch an Einkaufszentren, die als Grundlage für Quartiersentwicklungen dienen können. Es wird erwartet, dass eine Umnutzung von Shoppingcenterflächen in den kommenden Jahren eine wichtige Aufgabe für die Branche darstellen wird.
