„Wir haben bei der Entwicklung des Shops besonders darauf geachtet, die Kostenstruktur schlank zu halten, ohne dabei auf Flexibilität zu verzichten“, erläutert Kristof Eggerstedt, der innerhalb der dreiköpfigen Geschäftsführung für Unternehmensentwicklung verantwortlich zeichnet. Die technische Architektur wurde so konzipiert, dass Erweiterungen sowohl im digitalen als auch im stationären Bereich unkompliziert realisiert werden können.
In einer nächsten Phase plant das Unternehmen die Anbindung des neuen Onlineshops an die bestehende App, um kanalübergreifende Kundenerlebnisse zu ermöglichen. Auch weitere Optionen wie ein Click & Collect-Service oder sogar eine Marktplatzintegration stehen auf der Agenda. Letzteres würde vor allem die direkte Anbindung externer Lieferanten ermöglichen – ein Schritt, der laut einer Unternehmenssprecherin derzeit geprüft wird. Vorrang habe jedoch zunächst die Etablierung des Onlineshops selbst als stabile und leistungsfähige Plattform.
Ein aggressives Preismarketing wie im stationären Handel ist online zunächst nicht vorgesehen. Das Unternehmen will die digitale Vertriebsstruktur behutsam aufbauen und erst zu einem späteren Zeitpunkt mit zielgerichteten Marketingmaßnahmen über digitale Kanäle bewerben. Der Fokus liegt aktuell auf Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit.
Bereits seit 2020 arbeitet Futterhaus intensiv am digitalen Ausbau seiner Infrastruktur. Der jetzt gestartete Onlineshop ist dabei ein zentrales Element, das auf eine konsequente Omnichannel-Strategie einzahlt. Entwickelt wurde die Lösung überwiegend aus der unternehmenseigenen IT heraus – mit dem Anspruch, stationären und digitalen Vertrieb möglichst nahtlos miteinander zu verknüpfen.
Laut Eggerstedt spielt der stationäre Handel im Bereich Heimtierbedarf weiterhin die zentrale Rolle: Rund 80 Prozent des Branchenumsatzes werden aktuell in physischen Märkten erwirtschaftet. Dennoch sieht Futterhaus im digitalen Geschäft erhebliches Potenzial – sowohl zur Bindung der eigenen Kundschaft als auch zur Rückgewinnung von Onlineumsätzen, die derzeit noch an Wettbewerber gehen.
Mit dem Eintritt in den E-Commerce vollzieht Futterhaus einen wichtigen strategischen Schritt und setzt auf eine zukunftsorientierte Kombination aus lokalem Einkaufserlebnis und digitaler Verfügbarkeit – ein Ansatz, der sich in der dynamischen Pet-Care-Branche zunehmend als entscheidender Erfolgsfaktor erweist.
