Trotz herausfordernder Zeiten im vergangenen Jahr sieht Fressnapf optimistisch in die Zukunft. Für das Jahr 2023 erwartet das Unternehmen ein zweistelliges Umsatzwachstum bei einer niedrigeren Inflationsrate. Zusätzlich plant Fressnapf Investitionen in Höhe von bis zu 120 Mio. Euro, wovon rund zwei Drittel für Flächenumbauten und die Eröffnung von 120 neuen Filialen vor allem in Polen, Frankreich und Osteuropa vorgesehen sind.
Torsten Toeller, Eigentümer von Fressnapf, plant die Expansion des Unternehmens in die Märkte von Serbien, Bulgarien, Slowenien und den Niederlanden. Dabei plant er die Eröffnung eigener Filialen sowie den Erwerb bestehender Geschäfte. Zukäufe werden in der aktuellen Marktphase als vielversprechend betrachtet, und Fressnapf ist bereit, auf entsprechende Gelegenheiten zu reagieren.
Obwohl das Unternehmen im Jahr 2022 mit einem Umsatzplus von 11,4 Prozent auf 3,53 Mrd. Euro (brutto) ein solides Wachstum verzeichnete, war dieses im Vergleich zu den Vorjahren geringer. Toeller betont jedoch, dass trotz Kostensteigerungen und Investitionen in die Preise das Jahr insgesamt positiv war.
Für das laufende Jahr plant Fressnapf eine härtere Verhandlungstaktik mit seinen Lieferanten. Toeller erklärt, dass das Unternehmen die Lagerbestände erhöht hat und nun besser vorbereitet ist, um auf Preiserhöhungen zu reagieren. Dabei will das Unternehmen auch verstärkt auf Eigenmarken setzen, um unabhängiger von Lieferantenpreisen zu werden.
Trotz Herausforderungen aufgrund gestiegener Kosten und Lieferengpässen ist Fressnapf zuversichtlich, seine Expansionspläne erfolgreich umzusetzen und seine Position als führender Anbieter im Bereich Tierbedarf weiter zu stärken.
