Fressnapf eröffnet neuen Standort im Rheinischen Braunkohlerevier

04. April 2024 - Der Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlerevier schreitet voran, und Fressnapf setzt ein deutliches Zeichen. Der führende Anbieter für Heimtierbedarf entwickelt in Nörvenich einen neuen Standort mit einer Fläche von etwa 72.000 Quadratmetern. Die Gemeinde Nörvenich liegt im Kreis Düren, zwischen Aachen und Köln, und steht im Zentrum des Braunkohlereviers, wo ab 2030 der Abbau eingestellt und schätzungsweise 10.000 Arbeitsplätze wegfallen sollen.

Quelle: FIM Unternehmensgruppe

Timo Czech, Bürgermeister von Nörvenich, betont die Bedeutung dieses Projekts: „Für uns und die Region ist es besonders wichtig, dass im ersten Schritt 500 und anschließend weitere 300 Arbeitsplätze in 14 verschiedenen Berufsfeldern entstehen."

Das Unternehmen Fressnapf, im Besitz des Duisburgers Torsten Toeller, lässt in Nörvenich eine 68.000 Quadratmeter große Logistikhalle sowie ein Bürogebäude errichten. Der erste Spatenstich erfolgte Ende März, und die Fertigstellung ist für den Spätsommer des kommenden Jahres geplant.

Als Bauherr und Vermieter fungiert der Kölner Investment-Developer Complemus. Mit der Bauausführung wurde Goldbeck beauftragt. In dem neuen Logistikzentrum werden künftig Tiernahrung und Tierzubehör gelagert und versendet. Eine besondere Innovation des Projekts ist das Autostore- und Shuttlesystem, welches eine teilautomatisierte Kommissionierung und Versandabwicklung ermöglicht.

Das Projekt setzt auch auf Nachhaltigkeit: Eine Solarstrom-Aufdachanlage mit einer Spitzenleistung von 6 MW versorgt Wärmepumpen in den Gebäuden, sodass diese energieautark betrieben werden können. Weitere umweltfreundliche Maßnahmen umfassen ein begrüntes Dach und eine Regenwasserversickerung. Laut Complemus wird die Anlage nach ihrer Inbetriebnahme eine der größten in Nordrhein-Westfalen (NRW) sein und strebt eine DGNB-Gold-Zertifizierung an.

Das Grundstück wurde von RWE Power verkauft, und BNP Paribas Real Estate vermittelte Fressnapf als Nutzer.