Die genaue Höhe der Insolvenzquote bleibt jedoch vorerst offen und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Insbesondere die Frage, ob und in welchem Ausmaß Galeria Nachfolger für Filialen findet, die nicht weitergeführt werden sollen, beeinflusst die Gesamthöhe der Forderungen der Gläubiger.
Galeria befindet sich derzeit in Abstimmung mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss, der die Interessen der Lieferanten, Vermieter und anderer betroffener Parteien vertritt. Die Angelegenheit drängt, da der Insolvenzplan Anfang Februar beim Amtsgericht Essen eingereicht werden muss.
Gleichzeitig werden weitere Details der Sanierung sichtbar. Es scheint, dass Galeria plant, die Reste seiner Hauptverwaltung in Köln abzuziehen und sämtliche Zentralfunktionen nach Essen zu verlagern. Die Mitarbeiter wurden darüber informiert, und es wird ihnen die Möglichkeit geboten, nach Essen zu wechseln oder aus der Ferne zu arbeiten. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden.
Trotz der historischen Verbundenheit mit Köln und der Entscheidung für Essen als Zentrale nach der Fusion von Karstadt und Kaufhof vor vier Jahren, plant Galeria nun eine Umstrukturierung, um effizienter zu werden. Es wird geschätzt, dass der Umzug eine zweistellige Anzahl von Mitarbeitern betrifft.
Insgesamt arbeiten derzeit etwa 1200 Personen in den Hauptverwaltungen von Galeria in Essen und Köln. Es wurden jedoch bereits harte Einschnitte angekündigt, wenngleich ein Personalabbau um die Hälfte als übertrieben betrachtet wird.
Die Bemühungen von Galeria Karstadt Kaufhof, sich zu sanieren und gleichzeitig seine Struktur anzupassen, spiegeln den Wandel und die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens in einem sich ständig verändernden Einzelhandelsmarkt wider.
