Obwohl das laufende Geschäftsjahr für Euronics mit einem Umsatzrückgang von 5,6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro nicht erfolgreich war, erwartet Kober für das vierte Quartal zumindest stabile Umsatzzahlen auf Vorjahresniveau. Dieser verhaltene Optimismus steht im Einklang mit dem Branchentrend, denn der gesamte Elektronikhandel verzeichnete im Halbjahr 2023 einen Umsatzrückgang von 6,4 Prozent.
Kober beschreibt den bisherigen Jahresverlauf als eine Phase der Stagnation mit Monaten, in denen die Umsätze rückläufig waren, und anderen, in denen sich die Marktlage verbesserte. Trotz eines schwächeren Septembers konnte sich Euronics im Vergleich zum Vorjahr in den Monaten Juli und August erholen.
Die Hoffnungen für das Jahr 2024 basieren vor allem darauf, dass viele Kunden während der Pandemie vermehrt Elektronikgeräte gekauft haben. Da die durchschnittliche Nutzungsdauer von Laptops etwa drei bis fünf Jahre beträgt, prognostiziert Kober eine steigende Nachfrage nach Ersatzgeräten. Zudem könnten Veranstaltungen wie die Olympischen Spiele in Paris und die Fußball-EM im eigenen Land sowie das 55-jährige Jubiläum von Euronics im nächsten Jahr den Fachhändlern zusätzliche Umsatzchancen bieten.
Trotz der anhaltenden Inflation, die die Kaufbereitschaft der Kunden beeinträchtigt, erwartet Kober keine signifikanten Auswirkungen auf die Elektronikbranche in Bezug auf Preiserhöhungen. Tatsächlich haben einige Hersteller aufgrund der rückläufigen Nachfrage sogar Preiserhöhungen bei Haushaltsgeräten zurückgenommen.
