Für die sieben Lidl-Länder, deren Bilanzdaten des Geschäftsjahres 2022/2023 bereits verfügbar sind, betrug das Nettoumsatzwachstum durchschnittlich 21,5 Prozent auf insgesamt 18,0 Milliarden Euro. Das entspricht 15,7 Prozent des konsolidierten Gesamtumsatzes der Lidl Stiftung von 114,8 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss auf Basis flexibler Wechselkurse stieg im gleichen Zeitraum von 850 auf 923 Millionen Euro.
Besonders hervorzuheben ist der Beitrag der rumänischen Niederlassung, die maßgeblich zum Gewinnsprung beigetragen hat. Trotz des harten Preiskampfes, der sich auch bei Lidl im Ergebnis niederschlägt, konnte die Nettorendite von 4,9 auf 5,5 Prozent gesteigert werden. Allerdings ist dieser Erfolg teilweise einer vergleichsweise niedrigen Ausgangsbasis geschuldet.
In Polen und Ungarn, zwei der größten Lidl-Länder in MOE, gerieten die Renditen unter Druck, wobei der Gewinneinbruch auf einen erhöhten Wareneinsatz zurückzuführen ist. Insgesamt sank die Durchschnittsrendite der Gesamtregion deutlich, von 5,7 Prozent im Jahr 2021 auf 5,1 Prozent im Jahr 2022.
Die Region Mittel- und Osteuropa bleibt daher ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs von Lidl, obwohl sie gleichzeitig vor Herausforderungen steht, die das Unternehmen jedoch erfolgreich bewältigt.
