Edeka Südwest erzielt erneut höhere Gewinne

03. Mai 2024 - Trotz teilweise sinkender Preise verzeichnet die Edeka-Region Südwest für das Jahr 2023 eine positive Entwicklung und erwartet auch für 2024 ein leichtes Umsatzwachstum. Marktanteile sollen wieder ausgebaut werden.

Quelle: EDEKA/verbund.edeka

Edeka Südwest verfolgt eine Strategie, die sowohl Umsatzsteigerung als auch Margenverbesserung im Blick hat. „Wir wollen beides: Umsatz- und Spannenentwicklung“, betonte Rainer Huber, Chef der Regionalgesellschaft, im Gespräch mit der LZ. Ein zentrales Element dieser Strategie ist die Betonung von Qualitätsmerkmalen, neben dem Preis. Dies zeigt sich beispielsweise in der aktuellen Werbung für Bio-Artikel: Edeka bietet unter der Eigenmarke „Edeka Bio“ preislich konkurrenzfähige Produkte an, bewirbt aber gleichzeitig regionale und frische Bio-Qualität.

Vor eineinhalb Jahren entschied Edeka Südwest, sich trotz der Inflation in der Werbung deutlicher vom Discount zu differenzieren. Diese Linie wird auch 2024 beibehalten. Durch die Stabilisierung der Preise und teilweise sogar Preisrückgänge soll dieser Kurs ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum von rund 2,5 Prozent in den Supermärkten ermöglichen. „Unser Ziel ist es, keine Marktanteile mehr zu verlieren, und bisher gelingt uns das im Jahr 2024", so Huber.

Im vergangenen Jahr sank der Marktanteil von Edeka Südwest leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 24,6 Prozent. Kunden griffen verstärkt zu Aktionen, günstigeren Alternativen und Eigenmarken, wodurch die Erlöse im Vollsortiment nicht im gleichen Maße wie die Food-Inflationsrate (12,4 Prozent) stiegen. Dennoch erzielte die Region Fortschritte und erreichte im Selbstständigen Einzelhandel (SEH) ein um Expansion bereinigtes Umsatzplus von 5 Prozent. Bundesweit meldete Edeka für die Kaufleute ein bereinigtes Plus von „fast 5 Prozent“, während Konkurrent Rewe eine Steigerung von 6,5 Prozent angab. Im Vorjahr 2022 hatten die Südwest-Selbstständigen noch Umsatzverluste hinnehmen müssen.

2023 gelang es Edeka Südwest, die Erträge zu verbessern. Die Handelsspanne im Einzelhandel stieg um 0,5 Prozentpunkte, was auf die 10,4 Milliarden Euro Brutto-Außenumsatz bezogen einen Wert von 310 Millionen Euro entspricht. Laut Geschäftsbericht hat die Unternehmensgruppe gezielt in Preise und Wettbewerbsfähigkeit investiert, um die Erträge in den 1.041 Märkten der Südwest-Kaufleute zu stützen. Gleichzeitig wurden auf allen Ebenen Kosten gesenkt.

Trotz eines nur geringfügigen Anstiegs des Großhandelserlöses um 28 Millionen Euro auf 5,94 Milliarden Euro Umsatz (netto) blieb nicht nur im Einzelhandel, sondern auch auf Konzernebene mehr Geld übrig: Die Ebit-Marge stieg auf 1,5 Prozent, das Ebit von 88 Millionen Euro auf 123 Millionen Euro. Das entspricht dem Niveau von 2019, obwohl die Region damals 1 Milliarde Euro weniger Umsatz hatte.

Für das laufende Jahr erwartet Edeka Südwest ein Umsatzplus von 2,5 Prozent, was auf die anhaltenden Bemühungen um Kostensenkung und Ertragsverbesserung sowie die Fokussierung auf Qualitätsmerkmale zurückzuführen ist.