Obwohl keine genauen Angaben zum Kaufpreis gemacht wurden, schätzt die Branche den Wert des Deals auf etwa 400 Millionen Euro. Einzelne Immobilien des Portfolios wurden in der Vergangenheit zu Preisen zwischen 25 und 35 Millionen Euro gehandelt. Insgesamt dürfte der Oceans-Deal jedoch erheblich größer sein als die Kosten des Edeka-Einstiegs beim Lieferdienst Picnic. Auf Anfrage wollte sich Edeka nicht zu Details äußern.
Die Übernahme der 13 Fachmarktzentren hat das Immobilienvermögen der Edeka-Gruppe substanziell erhöht, insbesondere durch Investitionen in die Edeka-Bausparkasse CEV. Diese Bilanzsumme erreichte zuletzt 850 Millionen Euro. Einige Standorte wurden gemeinsam mit den Regionen von CEV erworben, wobei beispielsweise Edeka Südwest und Nordbayern gemeinsam an Standorten wie Speyer und Fürth beteiligt sind. Zusammen mit den von den Regionen gehaltenen Immobilien beträgt der Gesamtwert des Immobilienbestands der Edeka-Gruppe mehrere Milliarden Euro.
Der Erwerb von Retail-Immobilien ist derzeit sehr gefragt, und Edeka steht dabei im Rampenlicht. Selbst für ehemalige Real-Standorte gestaltet sich die Suche nach Finanzinvestoren schwierig. Obwohl Kaufland ebenfalls Interesse zeigte, konnte Edeka bei einigen Standorten den Zuschlag erhalten. Insgesamt zeigt dies das Vertrauen und die Stärke von Edeka auf dem Immobilienmarkt.
Die CEV-Holding, die zu Edeka gehört, fungiert als wichtiger Bestandteil des Konzerns und hält neben Großflächen-Standorten auch Logistikzentren und Netto-Filialen. Mit der Berufung von Peter Gerlach, einem ehemaligen Aldi-Nord-Expansionsmanager, zum Geschäftsführer der CEV Handelsimmobilien GmbH unterstreicht Edeka sein Engagement und seine Ambitionen im Immobilienbereich.
